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ſteif, mit ſtarfen gekrümmten Stacheln beſekt, 4-5 F. hom; Zlumen: auf den Enden der Stengel und der kleinen Zweige in großen kegelförmigen Köpfen, Bon dieſer wilden Sorte unterſcheidet ſich die zahme Sorte durch ihre hafenförmigen Spreublätthen, um deren willen ihre Fruchtköpfe zum Kardätſchen der Tücher gebraucht werden, wozu die wilde Saat nicht tauglich iſt, Der Boden, auf wel- d<em man die Karden aufbehält, muß recht lufrig und trocken ſeyn; und da ſie aus den Tüchern das Waſſer anziehen: ſo gebraucht man ſie nicht eher, bis ſie wie- der recht trocfen geworden ſind.. Der Saame wird ſogleich an Ort und Steile ins freye Land geſäet.
Wegebreit, Wegerich, Hun: derippe, ſind die gewöhnlichen Namen, des Pflanzengeſchlechts Plantago.
1) Großer Wegebreit mit epför- migen Blättern und rundlichem Screntgel, P. major L., wächſt häufig an den Wegen in den Gärten und Feldern, und olühet faſt den ganzen Sommer über. Die Aehre erreicht auf einem guten Boden, ſonderlich im Garten, bisweilen die Länge eines Schuhes, und man pflegt ſolche den Fleinen, in Käfichen gehaltenen, Singvö- geln zu geben, um ſich den Saamen her- aus zu klauben, den ſie ſchr gern freſſen. Roſenwetebreit nennt man die Pflanze, wenn die grünen Blätter, der Stellung nach, gleichſam eine Roſe vorſtellen.
2) Großer Wetebreit mit eyfoör- mitgen haarigen Hlättern und rund- lichem Scränzgel, weißer Wegerich, P. media L, Die Blätter haben fürzere Stiele, als die vorhergehende Art; ſind auch mehr ſpißig, als ſtumpf, Die Blu- men ſind weiß. WBeyde Arten kommen,
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der innerlichen Beſchaffenheit und Wirkung nac) ,- mit einander überein, Der inner- liche Gebrauch iſt eben nicht gewöhnlich; äußerlich aber bedient man ſich, beſon» ders auf dem flachen Lande unter dem ge« meinen LZandvolfe, der friſchen Blätter, oder des ausgepreßten Saftes, um die Geſchwüre zu reinigen, die Wunden zu heilen, und die Entzündung zu zerchei« len.
3) Spitziger Wegebreit mit lan- zetförmitgen rauchen Blätrern und ecftigem Stengel, ſpitziger Wetie« rich, P. lanceolata L., wächſt überall an den Wegen und in andern unfruchtba« ren Dertern. Das Blumenblatt iſt weiß, und deſſen Schlund viereckig. In Anſe« hung der Kräfte kommt dieſe Art mit bey- den vorhergehenden überein,
Wegediſtel, Onopordon L., ein Geſchlecht, wovon folgende Arten anzu- merfen ſind.
1) Gemeine Wetediſtel mit aug» geſchweiften Blättern und ſparri« gen KRelchſchuppen, Zellblume, Rrebsdiſtel, O. Acanthium L., wächſt auf guten Aeckern, um die Dörfer und Straßen häufig. Blätter: eyrund länge lic), rauch; Stengel: 5-- 65F, hoch, mit herunter laufenden Blättern; Blu- men: ſchön purpurroth, in großen ſperri- gen K.:l<en mit abſtehenden Schuppen, Die Wurzel wird in Rom geſpeiſetz; in andern Gegenden wählt man die jungen Stengel und das Blumenbette, und rich- tet ſolche wie die Artiſchocken zu; daher auch die Pflanze wilde Artiſchocke gs- nannt wird.'
2) Jilyriſche Wetediſtel, O. Ulyrieum,; das ſüdliche Ciropa;


