572 Walze
dient, da man nämlich unfer ſelbiges zwey oder mehrere Walzen unterlegt, und die kaſt darauf fort ſchiebt oder wälzt. Es kann ſich bey ſolchem Fortwalzen zutragen, daß die hintere Walze zurückbleibt 3; daher man noch eine zur Hand haben muß, um dieſelbe vorn zu legen, damit die Laſt fo- gleich auf die Walzen zu liegen komme; alsdann kann, wenn weiter fortgewalzt wird, die hintere Walze, welche liegen geblieben iſt, wiedes vorn untergeſchoben, und ſo fortgefahren werden, bis die Laſt zu der gehörigen Stelle gekommen iſt.
Walze, ein Werkzeug zum Acfer- bau, wodurch im feſten Boden die Erd- klöße zerdrückt werden- Man unterſchei- det die Walzen in glatte und ſtachelige oder Stachelwalzen. Die eiſernen Zinken oder Stacheln ſind pyramidenförmig und eckig geſchmiedet, und ſo lang, auch noch län- ger, als die Eggezinken ſind, wodurch man das gröbſte Land klar machen kann,
Walzengerüſte, ein längliches vierekiges hölzernes Gerüſt, worinn die Walze mit ihren Zapfen ſte>t, und wo- ran das Zugvieh, ſolches zu ſchleppen, ge- ſpannt wird. Die beyden kurzen Hölzer, in deren Mitte die Zapfen ſte>en, werden Hörner 3; hingegen die beyden langen, wel- he ſie von einander halten, Stangen ge- nannk.
Warnglocke, eine kleine Glocke, die ſichim Schuh des Rumpfs einer Mahl- mühle befindet, und, ſobald ſolcher leer vom Getraide wird, dadurch, daß der S huh geſchüttelt wird, anfängt zu klin- geln, und dem Müller dadurch ein Zeichen giebt, daß er Getraide auſſchütten ſolle,
Warzenring, ein eiſerner Ring mit Zähnen, der in dem runden koche des kau-
Weberk
ferſteins in einer Mahlmühle ſtet, und mit ſelbigem herumläuſt, und der vermit« telſt ſeiner Zähne den Rührnagel in ſeinem Innern ſchüttelt, damit das in dem Rumpf der Mühle befindliche Getraide ununter- brochen aus demſelben zwiſchen die Mühle ſteine laufe,
Waſſerbänfe, Breter, die an der
Seite des Waſſerrades an den Schlagwän- den angebracht werden.
Waſſerbett, iſt das vor- und hin- ter einer Mühle, oder einer andern Waſ- ſermaſchine, auf einem Roſte angenagelte Breterwerk,
Waſſerſchnecke, Waſſerſchrau- be, Archimediſche Schnecke, eine
"Maſchine, welche entweder wie eine Schne-
>e um eine Spindel von Holz geher, in in welche Einſchnitte gemacht find, und um welche von außen ein Gehäuſe von Bretern gemacht iſt, welche durch eiſerne Reifen wie eine Tonne angezogen und ver- picht werden; oder es läuft eine bleyerne Röhre mit einer Schraube um die Spins del. Durch dieſe Maſchine wird das Waſ- ſer, wenn ſie ſchräg geſielit und umgedre« het wird, in die Höhe gehoben; ſie dient daher, bey Grundbauen das Waſſer aus« zuſchöpfen, wo man im Trocknen ar- beiten muß.
Waſſerſtand, iſt die Höhe des auf« geſtaueten oder geſchüßten Waſſers auf dem Fachbaume, ſo hech es nämlich durch die Schußbreter gehalten wird,
Weberfarden, Kardendiſtel, Weberdiſtel, Karden, Kardät- ſchen, Dipfacus fullonum L., wird auf den Feldern und an den Wegen wild wachſend gefunden. DStrentel; aufrecht, ſteif,
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