Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
Seite
571
Einzelbild herunterladen

wild

ele en ie al, "VW AU det), em edin, ter; infols erſehe Um

Waldr

iſt weiß, Mit der Wurzel kann man ſchön roth) färben; man muß ſie aber ein- ſammeln, ehe die Keime auffchießen, weil ſie ſonſt nicht ſo viel färbende Theile beſikßt, Die Keime und zarten Blatter werden von den Schaafen gern gefreſſen.

4) Vier- und zweyblätteritgger Waldmeiſter mit aufgerichretem Stengel, Bräunewurzel, A, cyvan- chica L., wächſt in unfruchtbarem Sand» boden, worinn die Sonnenſtraßien recht wirken können, und bringt den Sommer fleine weiße, oder röchliche Blümchen in fleinen Büſcheln. Die ausdauernde Wur« zel iſt lang, ſchwarz, bolzig, tief in den Boden dringend, Die Wurzel färbt, be- ſonders die Wolle, roth, wenn ſie mit ſc<arfem Eſſig gekocht worden iſt. Die Wermehrung kann durch Saamen und Wurzel geſchehen, und ſollte, nebſt der vorhergehenden Art, zum Beſten unſrer Färbereyen eigends angebauet werden,

Waldrechten, wenn der Zimmer- mann am Bauholze unmittelbar nach dem Fällen oder Stämmen die Rinde nur ek- was von dem Splinte abhauet, und dem Baume eine vierkantige Geſtalt giebt, wo- durch theils das Stocken unter der Rinde verhütet 3 theils aber auch das Austrock- nen befördert wird, damit es zum äbfahren leichter werden fönne,

Watdruthe, ein Längenmaaß, wel- <es bey Wermeſſung der Wälder, ſonder«- lich auch bey Acfer- und Buſchpo!lz, ge- braucht wird, Sie hält 16 Fuß.

Wallnußbaum, welſcher Nuße-

' Hamm, ein Baum, der bey uns in Men:

ge unterhalten wird. Jn Anſehung der Frucht findet man verſchiedene Abarten: 1) eine ſehr große, welche man Schaaf-,

Dumm em urtiitinen ten mn air nE ne:

Walze 57x

odey Polter-, oder Pferde-, auch Kober- nüſſe nennt; 2) eine Art, welche eine ganz dünne Schale hat, und ſich leicht mit den Fingern zerdrücken läßt; ſie heißt daher dünnſchälige Nuß; 3) kleine Nuſſe, wels die wegen der harten Schaale Stein- oder Grübelnüſſe genannt werden; 4) die ſpäte oder Johannisnuſß, weil ſie erſt gegen dieſe Zeit ausſchlägt; 5) Blutnüſſe, deren mita telſter Theil des Kerns röthlich iſt. Dieſe ſind die ſchlechteſten; die dünnſchäligen aber ſchmecken gemeiniglich wäſſerigz da- her verdient die gemeine Art den Vorzug, Dieſer Baum kommt in allerley Boden fort 3 ſchadet aber in der Nähe andern Bäus men und Gewächſen mit ſeinen weit aus» laufenden Wurzeln 3; auch haben die von den Blättern abfallenden Regentropfen eine etwas freſſende Cigenſchaft, Die Vermehrung geſc<hiehet durch die Nüſſe, welche ſchon mit der grünen Schale in die Erde gelegt werden, um durch ihre Bit- terfeit die Mäuſe abzuhalten, Es ſchickt ſic) der Nußbaum beſſer zu Alleen in den Straßen, als in die Gärten- Das Holz wird, weil es- leicht und gemeiniglich ſchön geflammt iſt, zu allerlty Hausgeräthen ges braucht, Das ſchönſte: Holz geben die Wurzeln; auch bedienen ſich die Tiſchler deſſen häufig zu ausgzelegter Arbeit; es läßt ſich jc<ön poliren. In harten Wine tern zeigt der"Baum viele Empfindlichkeit, und erfriert oft; dagegen wachſen die jun- gen'Däume ſehr ſchnell wieder beran,

Waln, der Theil an einem Dache, wo an der ſchmalen Seite eines Hauſes ebenfalls ein Dac, wie an der langeit Seite formirt wird, und welcher in das Zanptdach einläuft.

Walze, ein cylinderfsrmiges' Holz, welches zur Fortſchaffung großer Laſten

Dbbd 3 dient,

BNE GELSST 2»- at 1 zor mieren HSHE