Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
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Naderh

ſowohl die Herzwurzel als Haarwurzeln, müſſen, wie an allein jungem zu verpflan= zendem Nadelholze,. ſo wenig, als die Zwei- ge, beſchnitten werden. Das Wachsthum iſt geſchwinde, wenn ſfolc<hes gin, in den erſten Jahren nicht: gar zu ſchnell iſt, Bey einem fehr harten Winter leiden vie obey- ſien Spißen- etwas; ſie treiben- aber den1- ohngeachtet gleich ſtarf, und unter dem ab- gebrochenen Theile gerade in die Höhe„ ſo daß dieſer Schade nach einigen Jahren nicht bemerket wird. 16) Serchenbaum„ Leer-, Lier-,

Rotbbaum, Levrchtanne, Lerche, P. Larix, Man fönnte ſelbigen die Fichte

mit abfallenden: Blätterbüſchelun„nennen. Die Blätter ſind lang. ſtumpf, lichtgrün,

entſpringen, wie bey der Ceder, pinſelföy- mig aus einer gemzeinſchaſtlichen Scheide in Büſcheln„ breiten ſich oben aus„ fallen im Herbe ab, und fangen am Ende des März an, auszuſchlagen. Die Zapfen ſind klein, nur 1Z. lang, zum Abnehmen reif: im Nov. In ſeinem Vaterlande, Böhmen, Schleſien, Tyrol, 2, wächſt er auf erhabenen Gegenden„- ſelten in der Cbene, Das Holz iſt hart, braunroth, oder rothgelblicht, zuweilen weiß, und ſchwere», als Fichten- und Kiefernholz, Der Splint iſt weißlich. Der Baum hat einen ſchnellen, ſehr hohen und ſchönen Wuchs, und auch in Verzierungspflanzun- gen ſeinen Werth. Er machtmit ſeiner weiß» lichen Ri nde zwiſchen andern Bäumen eine angenehme Mannichfaitigkeit, und ſchickt ſich“ehr gut zu Gruppen und Gebölzen als jer Art... Nur zum JIſoliren ſchickt er ſich nicht regt gut. Denn ſeine dünnen nie- derhängenden Gipfelzweige werden biswei-

- fer ſo ſehr lang. daß ſie das Leitxeis des

Baumes: überlaſten, und daſſelbige bey

ſtarken Winden oſt zur Seite ziehen, daß

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es feinen" vorigen geraden Wuchs nie wie- der annimmt. Wenn man ihn alſo in Parks, auf Raſenpläte und Felder, 0. iſo» lirt.pflanze: ſo muß man in jedem Jahre ſein Leitreis unterſuchen, und diejenigen vbern Seitenzweige„ die für daſſelbe zu ſtark werden zu wollen ſcheinen, entweder verfürzen, oder ganz wegnehmen, damit daſſelbe eine Erleichterung befomme, und feinen gefrümmten Wuchs annehme. Das Lerchenholz iſt ſchworer, mithin auch dichter und härter, als Fichten und Kiefernholz, und Gleditſch rühmet davon, daß es ſich weder verwerfe„, nvc< riſſig wer» de, Die davon gehauenen Balken ero- gen, nach den Berichten mancher Schrift- ſieller, zehnmab mehr Laſt, als Eichen, Da- aber dieſes Holz. geſchwinde Feuex fängt, und daſſelbe ſtark und lange unter- hält: ſo wäre in ſolcher Abſicht das Ei» <enholz. zu ganzen Gebäuden doch vorzw ziehen. Es ſchirft ſich abey vortrefflich zu Brent: holze und Kohlen, und das Holz dauert lange iim der Erds, im Waſer 1.) in der Luſt, wird auch. nicht. leicht von Würmern angeſreſſen„ deswogen auch die Italieniſchen Maler ſelbiges vorzüglich zu erwählen pflegen- Die großen Stämme, die man aber nur in dien, geſchloNenen

„Wäldern findet, dienen zu Maſten und

zum Schiſſbau„- und die Anwohner der Genſerſee ziehen es dazu„ wie Halley mel» det: Im Woſſer dauert es vorzüglich lan» 82, und„Gmelin: in der Flor, Sibir. bes haupret, daß es darinne eine beynahe fein» artige Härte erhalte, Es ſoll mit der Zeit eine ganz ſchwarze Farbe bekommen, wenn es viele Jahre von Feuchtigkeiten umgeben worden, Man empfiehlt es vorzüglich zu ſtarken Mühlwellen, und v in Siberien wer- den daraus die tanglichſtez Biex- und in der Schweiz.die beſten Weinſäſſer gemacht.

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