36 Nadeih
von ſich geben, welcher in England für den Balſam aus Gilead verkauft wird,
14) Scehbierlintgstanne, Abies Am2- ricana Mill, Site treibt nur wenig Aeſte, und dieſe ſmd lang und dünne, ſtehen ohne eine gewiſſe Ordnung, und breiten ſich in horizontaler Nichtung. weit aus. Die jährigen Triebe ſind krumm und nach der Erde zu gebogen, und richten ſich erſt im folgenden Frühjahre in die Höhe. Dieſe Tanne hat weniger Schönheit, als die übri- gen, und wird nur wegen ihrer Seltenheit geſchäßet«
D) Ric buſche!weiſe aus einer temeinſchafclichen Scheide hervör- Fommrenden Liadetblättern.
15) Ceder von Libanoy, wahre Ceder, P.Cedrius. Dieſer immergrüne Baum wird auf den Gebirgen des Liba- non angekroſen, wo ihn viele Reiſende ge» ſehen haben. Er erreicht eine ziemliche Höhe und Größe, fireckt feine Aeſte rings umher waagrecht auſ eine ſehr angenehme und ungezwungene Art ſehr weit aus: die Zweige ſind mit Blättern ſehr dieht veflei- det, umd ihre Spiken niedergebogen- Er giebt in Abſicht auf die Werſchönerung ei- ner Gegend feinen?» andeyvn Baume den Rang, und zieret in Parks, auf offenen Pläten, zum Point de vue, und über» haupt in allen Luſiplantagen ganz vorzüg- fim- CEollen die Stämme mehr in die Höhe ais Treite gehen, müßſen ſie dichte an einander gepflanzet werden, Cs lieben aber diefe Cedern mehr einen ſchlechten als fetten, mehr falten als warmen Boden, mehr Berge als niedrige Gegenden. Auf dem dibanon, als ſeinem natürlichen Stand- orte, ſind ſeine Wurzeln einen großen Theil des Jahres hindurch mit Froſt und Schnee bedeckt, indem dev Schnee daſelbſt
F
Nadelß
im Dec, zu fallen anfängt, und bis in dew April bleibt, da er erſt dann anfängt zu ſchmelzen, und erſt am Ende des Jul. völ- lig geſchmolzen iſt, Nach der aligemeinen Verſicherung müßen die Cedern unter allen Baumen das höchſte Altey erreichen kön= nen. Man fann ſie durc) das Copuliren auf Lerchenſtämme fortpflanzen, und dü Roi verſichert, daß dergleichen Verſuche wohl gerathen ſind 3 zweitelt aber, ov die SZaäaume lange dauern möchten, inden? das Holz ſehr verſchieden iſt. Cs wird aber das Holz der Cedern von den Schriftliellern wegen ſeiner vorzüglichen Güte gerühmef, Es iſt hart, feſte, dauert lange, und wivd zu mancherley Hausgeräthe, au< zum Bauen empfohlen, Muller berichtet aber, vaß das Holz leicht reiße, und von einge- ſchlagenen Nägeln leicht zerſpringe.
Der Baum erägt ſpat feine Früchte 3 und da die Schuppen des Zapfens ſich nicht felbſt öFnen: ſo durchbohrt man fol- de der Lunge nac behutſam, damit die Spike der Saamen nicht verleßet werde z leget fie alsdann 24 Stunden in Waſſer, oder kann auch das leßtere kieber unferlaſ- ſen 3 treibt darauf einen difern Stock, als der Bohrer war, oder runden Keil in die gemachte Oeffnung, wodurc< die Zapfen dergeſtalt aus einander getrieben werden, daß man die Saamen leicht herausnehmen kann, Dieſe ſäet man lieber im Frühjahre als Herbftie ganz flach), nur etwa einen Halben Zoll tief, in einen ſandigen Boden, oder in Käſten, wel<e mit guter lockerer, und ein wenig Sand vermiſchter Erde an- gefüllet ſind, und hält ſolche nicht zu fen<- te, weil die Saamen leicht faulen. In Zeit von 4== 5 Wochen gehen fie auf, Im dritten oder vierten Jahre iſt es Zeit, die jungen Stämme an die für ſie beſtimm= ten Stellen hin zu ſeßen., Die Wurzeln,
ſowohl


