Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
Seite
32
Einzelbild herunterladen

32 Nachtv

Beets, und endlich im October, oder im Frühjahre mit einem Bailen Erde auf die Rabatten,

Will man die Fortpflanzung durch Scnittlinge unternehmen: ſo werden die nach der oorheggehenden Vorſchrift über der Erde abgeſchnittenen Blumenſtengel in zwey Längen von 3=-5 Z. lang auf eine feuchte ſchattige Rabatte zu& ihrer Länge, 3 Z. weit von einander in die Erde geſteckt, angegoſſen, und das Begießen fleißig.wie- derholet, Wiele derſelben, ſonderlich die von der untern, ſchon härtern Hälfte, pfle- gen ſich binnen 6== 8 Wochen zu bewur- zeln, und in Wachschum zu kommen, Damie ſie aber noch früher in Wachsthum fommen, ſtelle man, ſobald ſie geſteckt ſind, gläſerne Glocken über ſe, nehme dieſe aber, obald ſie Wachsthum zeigen, wiederum weg, jedoch:ſo, daß.man ſte ſtu- fenweiſe an'die Luft gewöhne, Man Fänn zu ſolchen SteXlingen auch ſolche Steen- gel nehmen, die ſo eben abg-blühet habenz dieſe geben aber nie ſo gute Pflanzen als jene, die ſc<on im Sommer gemacht ſind, Die Weormehrung durch Stengel muß jähr- lich vorgenommen werden, damit man al- lezeit einen WVorrarh von geſüllten Blumen habe, weil theils diejenigen, welche man blühen läßt, ſelten Rbleger treiben, wo- fern ihre Stengel nicht, ſobald ſie abgeblu- bet haben, abgeſchnitten werden, und auch diejenigen, die ſie dann no) treiben, nicht ſo ſiark werden, als an denjenigen Pflan- zen, vie längſt vor der Flor abgeſchnitten ſind, theils die aus Stec>lingen gezogenen Pflanzen nie ſo geſund und gut ſind, als Diejenigen, welche regelmäßig durch Zer« thoilung gezogen ſind,

Zu den einjährigen Arten gehören fol- gende: 2

4)Aſfricaniſche L7achtviole, H.

j EE ENID ISS fen 2| Waden Sema

Nadelh

Africana, Die Blumen ſind in lockern

Riſpen, ſehr klein, purpurröchlich, im

Jun, und Jul; die Schoten ungeſtielt,

und im Sept, reif, Man hat roche und

gelbe Abarten.

5) Srühblintgs- oder Sranzöſiſche LTfachtwiole, H. verna, hat Blumen in einer Art von Riſpen, purpurroth oder vio-

det, im Frühjahre.

6) Gezähnte, oder Sicilianiſche L7achtviole, H. dentata. Die Blue- men ſind auf den Enden aller Stengel, ſehr klein, weiß, im Sommer.

Dieſe drey Pflanzen haben keine ſonder-'.

liche Schönheit, bedürfen Feiner b«ſondern Cultur, gedeihen überall, und pflanzen

5 durch den ausfallenden Saamen ſelbſt orf,

Nachtvogel, Phalaena, Dieſen Namen giebt man allen Schmetterlingen, wet<e nur des Nachts herumfliegen. Die Flügel hängen, wenn ſie ſiken, mehren- theils herunter, Die meiſten kleinern Ate ten pflege man gemeiniglich Ulortten zu nennen,

Nackenſchenkel. Wenn ein Wein- ſto> auf der Böge ein feines Ende getrie- ben; ſo ſchneidet man im Februar, oder, wenn zu der Zeit das Wetter noch nicht offen, im März, da der ordentliche Schnitt in den Weinbergen vorgenommen wird, das alte Ho'z bis an ſolches Ende hin« weg, und verknotet dieſes auf 3= 4 Au- gen, welches ſodann dieſen Namen er- hät.

Nadelholz, Tangelholz, Schwarzholz, Harzvolz, Pinus L. Dieſe Baumgattung, welche die Kiefer, die Sichte, die Tanne, die Ceder und den Lerchenbaunm unter ſich begreift,

enthält

EEE u SENCTENEE SEERENEERET

| GZ

SITE