Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
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Nactv

<he Pflanzz, vie zwiſchen andern von ähn- lichem Wuchſe eine gute Mannichfaliigkeit macht.

2) Gerüuchloſe. Diatronalviole, H. inodora. Die Blumen ſmd geruchlos, die Blumenblätter fumpf, Die Sorten ſind weiß, purpurroih, beyde einfach vnd auch gefüllr; trägt anſchnliche Blumen, die der Macronalviole ſehr ähnlich ſind.

3) Cranrige L7achtviole, insge- mein Liachtviole genannt, H.'riftis L,, hat äſtige, abſtehende, ſteifborſtige 2' 21 F. hohe Stengel Die Biumen ſtad Flein, bliaßpurpurroch, in lockern Riſpen, am Abende vom erhabenſten- Wohlgetu- dhe.

Dieſe drey Pflanzen ſind bald zweyjäh- rig, bald perennivend. Denmwenn Kie in einem Jahre aus dem Saamen entſprin- 'gen: ſo binhen ſie im fol:enden Jahre, und ſterben nachher gewöhnlid) ab, beſon= ders die einfachen Sorten; es können je- doc<, beydes die einfachen und gefüllten, nod) mehrere Jahre erhalten, und aiſs in dieſem Betracht? perennivrend genannt wer- den. Denn wenn man ibre Biumenſten- gel, ſobald die Blumen verwelfen, oder zu blühen anfangen, über der Erde ab- ſchneidet: ſos treiben ſie aufs nue, und können dann im Herbſte zertheilet, und auf dieſe Weiſe von einen Jahre zum andern fortgepflanzet werden,

Die Matronalviolen: ſind ſo dauerhaft,

daß ſie auf freyen Rabatten in jeder Gar- fenerde fortfommen; die Machtviole aber Fann nicht gut weder ſtrengen Froft, noch viele Yiäſſe im Winter, vertragen, ſondern verlangt eine krone, warme 2age, gleich- wie man aud; einige Pflanzen in Töpfen untirhalten mag, um ſolche gegen ungun- fige Wirterung zu f<üßm Sit ſiud al- le zur Derzievrung der iveyen Rabatten in

Nacht» ZI

Laſtgärtet ſehr ſchilich, und können auch

- zux Verzierung der anſehnlieſfien, an Ra-

fenſtücke und große Wege ſtoßenden Strauchgruppen angeivandt, und vor de- ren Fronte zwiſchen andere frautartige Pflanzen umher vertheilt werden. Won den Maxtronalviolen ſind die gefüllten Sor» ten die ſchönſten, weil ire"Binnen even fo groß, und eben ſs gefüllt ſnd, als die der gefüllten Winterlevcojen. Sie laſen fich alle im Herbie, und zeitig im Früh- jahre, ehe fie neue Stengel treiben, ver- pflanzen, müſſen: aber mit einen; Balken Erde ſv jorgfältig verſest werden, daß fie

es laum empfinden Die mehreſten aus Saamen gezogenen Pflanzen pflegen zwar nut einfach zu blü- Hein, und viele von Dieſen ſchon wach voll- endeter Fler abzuſierbewz- es verloßnt ſich aber doh der Mühe, zur WVerchetung auf die Rabatten jährlich neue Saaumenpflan- zem zu ziehen. Durch Sertheilnng kön» nen die gefüllten und die einfachen geſtreif- ten Scrten fortgepflanzt werden, indem dieſe aus Saamen nur ſparſam entſprin- gen, gleichwie ſie ſich auch durch die Wur- zel nur wenig vermehren, wenn ipnen die Kunſt nicht zu Hülfe tömmt, fonvern oft nach der Slor ganz abſterben, Ran pflan- ze alſo einige zur Fortpflanzung betimmte gute Pftanzen zu dieſem Zwöocke«auf eine ſchaftige jevoch Freye, Rabatte, und loſſe fie nicht ganz zur Blüche in die Höhe ge- hen, fonvern j<neide tbhre' Stengel, fobatd folche 8= 19 ZS. hoh find, über der Erde ad; und wiederhole diefes, ſo git 49 aufs neue in Stengel treiben, damit ſie Adle- ger zu treiven gezwiingen werden. Dann Rehme man im Auqu&, oder in Anſcwze des: Septembrrs, die ganzen Pflanzen auf, zeriheite ſie, und pflonze vie gemachten Ableger vorerſt 6 Z, weit auf befondere Beete,