Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
Seite
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Ratten und Mäuſe, und Ie als eine.

Witterung gebraucht, Die Blätterſtiele,

wie Linnäus ſchreibt, oder vielmehr die jungen Zweige und Rinde, ſind eine be-

kannte Arzney wider das Keuchen der Pfer»-

de und des Rindviehes. Da dieſe Krank- beit an einigen Orten Hinſch genannt wird:

ſo führet dieſe Pflanze daher den Namen HGinſchkraut. Gegen die Engbrüſtig- keit und anfangende Lungenſucht, Kräße, laufende Gicht und andere Gliederſchmer- zen, böſe Geſchwüre und die Liebesfeuche; auch wider die Steinſchmerzen ſollen dieſe Stücke, nach den Erfahrungen der be- rühmteſten Aerzte, vortreffliche Dienſte leiſten. Der mit Waſſer davon bereitete Trank ſoll alle Ausführungen, Schweiß, monathliche Reinigung, Urin, u. ſ.f. bes : dern, Linnäus ziehet den Trank allen andern ſogenannten blutreinigenden, vou

. den ausländiſchen Hölzern bereiteten Trän-

fen, weit vor. Auch will man beobachtet haben, wie dadurch der Urin von dem auf- gelöſeten Geblüte eine ganz ſchwarze Farbe angenemmen, und man will daher den Gebran< des wäſſerichten Aufguſſes bey Quetſchungen ,/ und überhaupt, wo geron- nenes Geblüt zugegen, ernſtlich anratyen, In den meiſten Apotheken findet man nur getrocknete, von Alter unkfräftig gewordene Wurzeln 3 daher. man ſolche lieber ſelbſt friſch einſammeln, und ſich deſto ſichrer auf ihre Wirkung Rechnung machen kann, Murray ewpfiedlt, die Zweige im Früh- jahre und Herbſte zu ſammeln, wenn ſol» <e ohne Blätter ſind,

Man könnte, wie in England, mit dicſer Pflanze Sommerlauben und ſchat- tichte Mauern überziehen 3 nur wächſt ſie im troc>nen Boden ſparſam, und die Ran-

ken ſteigen nicht genug in die Höhe. Die

Bermehrung kann aus dem Saamen ge-

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ſchehen, leichter aber durch die Schößlinge und Zweige, welche, gleich ven Weiden,

in kurzer Zeit Wurzeln austreiben, wenn

ſie in das: Waſſer oder in feuchten Boden geſeßt werden- Die breitblätterichten

Spielartew kann man nur allein: auf dieſe

Art fortpflanzen,

3): Daumartitfer immertrünen- der L7achtſchatren mit lanzetrför- migen ausgeſchweiften Blättern, Corallenbaum, CorallenFirſchbaum, Solanum pfeudocapfſicum L, Ein Bäum- <en oder Strauch, welcher aus Madera herſtammet; erreicht in unſern Gärten die Höhe von 3.-- 5 F., und iſt auch im Winz ter mit Blättern und ſeinen rothen Früch- ten beſeßet, Die Vermehrung geſchiehes durc) den Saamen, welcher auf ein Miſt- best ausgeſtreuet wird. Die Stöcke hält man in Töpfen, bringt dieſe gegen den Winter in. ein gemeines Gla5haus, und ſeßt ſolche an einen Ort, wo ſie zuweilen der freyen Luft genießen können.

4) 20nariſcher L7achtſchatten, mit ausCgeſchweifren zackichten Ziätrern, baumartigerLTiachtſchat- ten nnt Cartoffelblunmen, Solanum Bo- narienſe, wird aus dem Saamen, auch Zweigen, erzogen, und den Winter über im Glashauſe ervalten; verlangt luftige Wärme und viel Waſſer, auch öfteres Ver- pflanzen,:

5) Knollichter tT7achtſchatten, mit gefiederten Biättern, Solanum tüberolum L.(S. Erdäpfel.)

Stachlichte Arten ſind 2

1) Campechertiachtſchatten, mit berzförmig unordentlich ausgezack- ten'Ölättern, und ſtachlichtren Rel- chen; S. Campechienſe L. Zwo oder drey Blumen ſißen an den: gemeinſchoftli- <en Stiele; ſie ſind von mittlerer Größe,

D 3 und