Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
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Nachs feſt angezogen iſt, ſolche nachloſſen3 3)

wenn die angelaſjenen Hunde das angejag- te Wild nicht mehr vorfolgen, ſo ſagt man: die Hunde haben nachIegeben.

Fachagras, Graus, welches zum zweyten Ma! gehauen, und woraus der Grummet gemacht wird.

Nachbarke, Nachrechen, Hun- Geriarte, eine große Harfe over Re- cen, deſjen Balken über 3 Ellen lang, mit vielen Zähnen oder Zinken beſekt, und mit einem etwas ſiärkern Stiel, als die ordentlichen Harken, verſehen iſt, Wird dieſe Harfe durch ein Pferd gezogen: ſo hac ſie einen Furzen Stiel. Es wird die- ſes Werizeug in der Aerndte zum Zuſam- menbringen der zerſtreuet liegen gebliebe- nen, Kornhalme nach din in Mandeln oder Sco>e zuſammen gelegten Garben, ge- braucher 3 da denn dieſe Arbeit leichter und geſchwinder v.rrichtet wird, als renn die Arbeitsteute mit ihren kleinen gewöhlichen Harken jol<hes thun ſclien,

Nachhuth, eine gewiſſe Ordnung des mancherley Weideviehes, wie ſolches eins nach dem andern gewiſſe Theile der Trif- ten, Felder und abgeärndteten Wieſen ab- weiden ſoll, Das Rindvieh iſt das erſte, ſodann die Pferde, und die Schafe ganz zuleßt, weil ſelbige das kürzeſte Gras noh abbeißen fönnen,.

Nachiguf, was von dem ſogenann: fen 2ucter, wenn der Kornbranntwein ſchon in- erforderlicher Menge und Stärke abgelaujen ij?, noch gewonnen wird, und nachmals, wenn wieder Lutter in die Bla- ſe gebracht, hinzugerhan, und von neuem abgetrieben wird, damit der noch darinn beſindliche Spiritus völlig ausgezogen werde.

Wet. Regllexicon IV, Theil,

Nachtigz 25 : Nachmahd, ſo nennt man in Nie-

derſachſen das zweyte Heu oder den Grum- met, ſo von einer Wieſe gewonnen wird.

Nachraunt, iſt im Forſtweſen, wenn in einem Hiebe oder Hauung etwas Holz ſiehen oder liegen bleibt, ſo noch hätte fön- nen abgehauen werden; z. B. in den Wäl- dern, beſonders im Schwarzholze, wo Floßſcheite geſchlagen wrden, da alles ſcywache Holz ſtehen bleibt, und mehren- theils den Köhlern zum Verkohlen über- laſſen wird.«

Nachrichten, 1) wenn man mit dem Feit- und Schweißhunde auf einer Fährte nachſucher; 2) hinter dem TreibgarneLap- pen, Meße oder Tücher ſtellet; 3) alles dasjenige noc< in Ordnung bringt, was bey einem geſtellten Jagdzeuge und Ge- ſchneide nachzubeſſern nöchig iſt.

Nachſaß, die Menge des Waſſers, welche durch ihren Nachdruck den Strohm und deſſen beſtändige Höhe unterhält.

Nachſtellen, ſich vor ein Holz ſtele len, damit das Wild da nicht hinein kom- men kann; ſondern nach Verlangen in ein anderes Holz einlaufen muß,

Nachtgarn, ein Vogelneß, welches 60, 70--80F, lang, und bis 24 F, breit iſt. Dergleichen Jieße werden ei- gentlich auf Lerchen gebraucht. Weil aber auch Rebhühner und junge Haſen damit beſchlagen, gefangen, oder weniaſtens verjagt werden: ſo iſt außer dem Herrn der Wildbahn, oder ver niedern Jagd, Niemand befugt, damit zu gehen.

Nachtigall, der ſo bekannte und

vorzüglich ſchön ſingende Bogel, welcher am erſten wegzieht, und bald nach, der Mitte des Aprils wieder kömmt,- Wir

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