Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
Seite
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32 WMutierk?

a) mi? völlig gefüllten, b) mit halb gefüll- en, c) miri gefüllten 4Shrigen, d) mit röhßrigen Scheiben, e) mit kurz geſtrahl- ten,) mit ungeſtrahlten, g) mit ſchwe- feigelben ungeſtrablten Blumen,.bd) mit fein gefraufeten Blättern, welche ſich durch den Saamen ziemlich unverändert fork- pflanzen laffen, wenn nämlich die verſchie- denen Saamenpflanzen nick zu nahe bey einander ſiehen, und man' denſelben von den beſten"Blumen einer jeden Soxte.auf- nimmt. Ihre Wurzel iſt meiſiens peren- nirend 3 in einem feuchten Boden aber dauerf ſie off nur 2.=- 3 Jahre 3 pflegt je- doch dann. ins künftige Jahr.forzudauern, und avermals Stengel zu treiben, wenn van die Stengel, ſobald die beſte Flor vorüber iſt, ſogleich über dex Trde abſchnei- doe Sie würden andern großen Blumen-

Tanzen. wenig nachgeben, wenn ſie.feinen ſiarfon widerlichen Geruch batten; ſchien

ſich aber ſehr aut für alle Abeheilungen der fuſtgärten, und machen daſelbſt während der 4=-6 Wochen, va ſie in völliger Schönheit blühen, eine angenehme Man- vichfaitigleit, Weil ſie, wie ſchon gefagt iſt, o/t nur 2 Jahre dauern? ſo muß man nicht verſaumen, jährlich, oder um jeves andere Jahr, neue gute Sorken durch die

Saamenerziehung zu gewinnen. Der.

Gortpflanzung durch Zertheilung und ab- geſchnittene Zweige, und zwar erſterer,

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bedienet man ſic) miſtens nur bey der

frausbläcirigen, und andern gefüllten Sox- tei?,und beſonders ſolchen,die, weil ſie zu ſtark gefällt ſind, feinen Saamen ge- ben können. Zu dieſem Zwee ſchneide man die.dazu beſtimmten Pflanzendomit ſie Tiebenſchößlinge treiben mögenſobald ihre Biamen zu verwelken beginnen, und eije fie Saamen tragen, dicht über der Er«-

Muttert

de.ab, und zertheile ſie nachher im Herh«

ſie, oder im folgenden Frühbjahre, Der. Geruch vieſer Pflanze hat viel ähn» liches mit den Chamillen, und man fann

auch beyde in Anſehung der Arzneyfräfte'

mit einander füglich vergleichen, wur möchte die Chamille leiche den Vorzug be- haupfen, Doch gehen die Kräfte des Mut- fertrauts, weiche es ſowohl in der Blüche als in den Blättern zugleich hat, bey vem Austro>nen größtentbeils verloren.- Es pflegen die. Landleute einiger Gegenden die gefredneten Blätter dem, Feichenden und aufgeoblähecom Wiehe unter das Futter zu mengen. In Engländ aber»ſiege matt von dem ausgepreßten Safte einige Löſſel voll vor dem Eintritte der Wechſelfieber einzunehmen, und daher beißt auch die Pflanze bey.den Engländern Seferweww.

2) YxVoblrieezendes MuttgerFraut, M. ſuaveolens L., unterſcheidet ſich von vdenübrigen Arten durch gleichbreite Kelch« ſchuppen, zurückgeſchlagene Randblyüme- <en und durd) das mehr erhabene-Blumen-

bette; i4i übrigens der Chamille viel ähn«'

lich, bey welcher aber die Randblümchen ausgebreitet ſtehen. Man findet dieſe Art in ganz Europa.

3) Silberweißes Mutterkraut, M. argentea, fommt aus dem Orient, und unterſcheidet fich dur< die doppelt gefieder- ken, ſilberweißen Biätter, und einzeln ſie- henden Blumen. Dieſe beliebte Pflanze i(t etwas zärtlich, verlangt einen leichten tronen Boden, und eine warme Lagez gleichwie man auch, um nicht die ganze Art zu verlieren, wenn etwa die-im Gar- ten ſtehenden Pflanzen erfrieren ſollten, allezeit einige Stücke in Töpfen unkeihal- ten muß,

Mutter: