Mundſt
un Maule aufliegen 3 in dieſem Falle kön- nen ſie mit kleinen Ringen vorne beym Schluße zurü& getrieben werden. Die Mundſtücke überhaupt müſſen einem jeden Pferde auf beyden Seifen gleich hangen, und einen Queerfinger über die Hafenzäh- ne einwärts liegen, damit die Haken nicht berühret werden,
Mundſiü, gedrehetes. Ein Mundſtück, deſſen Hälften als ordentliche Schraubengänge abgedrehet ſind. Cs iſt eine neuere Erfindung, die gut für hart- mäulige Pferde iſt. Sie kennen damit ganz leicht gehalten und geführt werden, Denn wenn eine Stange mit einem ſolchen Mundſtück angezogen wird: ſo ſ<raubet es gleichſam die Laden des Pferdes zuſam» men, daß es ſich dadureh) muß erhalten laſſen, wenn es auch jonft gegen alle an- dere Zäume unempfindlich wäre, Im übrigen muß man bey dieſer Art von Mundſtücken in Acht nehmen, daß ſie der Zunge genug Freybheit laſſen, daß nämlich beyde nach der Mitte zu auf den Laden ouftiegen, und alſo Plaß genug für die Zunge übrig bleibe,/
Mundſiück, gefröpftes. Ein Mundſtü> an der Reitſtange, deſſen Mitte erhaben, gewunden od«r gefröpft iſt. Wenn dieſe Mundſtücke unten bey den Laden abgeſchliſſen, und ober“ höher ſind, und die dicken Theile weiter von ein- ander ſichen: ſo heißen ſie auch Galgen- mundſtücke.
Mundſtück, hohles. Ein Mund- ſtück an einer Reitſtange, welche deshalb ausgehöhlet iſt, damit es dem Pferde nicht beſchwerlich falle, weil es ziemlich ſtark iſt.
Mundſiü>, maſſives, Ein
Muſterb 39
Muandſtr> aus dem Vollen geſchmiedet, weit dünner, als die hohlen, und iſt nur auf eine andere Art mit den Stangen ver« einiget,
Mundſtück mit Walzen, ein MundſtüE, auf deſſen Hälften mäßige Ringe oder Wälzen ſtecken.
Muſchel- ein blutloſes, weiches, und mit feinen ſichtbaren Gelenken verſehenes, murmartiges Thier in einem vartſchaligen Gehäuſe, womit ſelbiges durc einen over mehrere Musfeln verbunden iſt, Wir verſchreiben alle Jahre aus Hamburg Mu- ſcheln zum Verſpeiſen; ſollten aber diejeni- gen, welche wir in unſern Flüſſen finden, nicht auch für uns eine gute Speiſe ſeyn? In dem Wirtenbergiſchen Wochen- biatte des Jahres 1798, Nr. 30 und 31.
findet man eine Anweiſung, wie unſre
einheimiſchen Muſcheln auſgeſucht, einge ſammelt, auf manchyerl?y Weiſe zum Spei- ſegebrauch angewendet, beſonders aber als eine delicate Dauerſpeiſe eingelegt und auf- bewahrt werden,
Muſchel oder Horizontalrad, ein Rad, welches an einer ſtehenden Wel- le feſt gemacht iſt, und aus verſchiedenen ausgehöhlten Stücken beſteht, welche ei- ner Muſchel gleichen, in weiche das Waſ- ſer einſchießt, und das Rad horizontal her- umtreidt.
Muſchelwerb, ein Zierrath in oder en den Häuſern aus nachgemachten Mu- ſcheln«
Mußſterbäume, diejenigen Bäume in den Luſtgärten, welche entweder im Mittelpunkte, oder in die Ecken der Mu- ſier, oder an die Gänge in gewiſſer Weite geſest, oder auch, beſſern Anſehns halber,
C 2? unfer
emm ee NER


