Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
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Morc<eiſch

Er heißt auch eine Stertmorchel, de- ren Hütchen oberwärts mit einer nabeiför- migen Deffnung verſehn iſt, insgemein aber die rechte Hitſchbrunſt über der Erde, Er wird im Jul. und Aug. ein- zeln und ſparſam in den Wäldern gefuns den, und iſt durch ſeinen ſtinkenden Ge»- ruch leicht kenntlich, Sobald der ES<wamm hervor gebröchen,"ezlet er auch wieder zu ſeinem Untergonge, und giebt häufigen Stoff zu neuen Erzeugungen, Das erſte Zeichen hierven iſt ſein ganz unerträglicher Geruch, beſonders des Hutes, und das andere die Auflöſung des ſchleimichten Ueberzugs; der Schwamm vertre&net ſo- bann, und wird eine Speiſe der Würxmex, Im erſten Zuſtande werden durc<h den Geſtank die Fliegen häufig angelo>et, vom Schleime aber umwickelt und getödtet, Die Eyer, oder die noch in der Schale eingeſchloſſenen Schwämme pflegen die Säger und Hirten zu ſammeln, in eit Tüchlein zu wickeln, und entweder zu räu- chern, oder in der freyen Luft nach und nac) zu tronen, und als ein geilmachen- des Mittel Hunden und Pferden, nach- dem ein Theil des Cyes zu Pulver geſtoßen worden, einzugeben,

3) Undqeſchleverter orchel- ſchwamm mic freyſtchendem Hute, oder große breite tiorchel mit ei- nein zugeſpitzten, üUnterwärrs offe- nem HGütlein auf eincm hboblen Stiele, gemeine Ürorchel, Miau- rache, Phallus capiivlo cenico, fubtus

atente, petiolo nudo. Dieſe Urt wird, wie die folgende, zu Markce gebracht und verſpeiſek.

4) Undgeſchleyerter DIorchel- ſchwamm mir verwachſenen) Suür- lein, Spizmorchei, Phallus capituio

Modsterw 13

faſtigiato, ſubtus operculato, petiolo nu- do. Man findet dergleichen häufig in den Frühlingsmonäten, auch wohl im Herb- ſie, nach gemäßigtem Regen in den tro>- nen Wäldern, Gärten und erhabenen Wieſen. Dieſe Art wird der vorhergehen- den vorgezogen, und etwas theurer bezah- let, Schaden darf man niemals von die- ſen beyden Arten befürchten, es müßten ſich denn ſchon Inſecten darauf geſeßet, und die natürlichen Eigenſchaften verän» dert haben.

Morgen, ein Morgen Landes, ein üermaaß, wodurch nan bey uns defi Inhalt des Akers auszudrücken pflegt, Cs iſt nicht überall üblich, und auch da, wo es gebräuchlich), an ber Zahl der Ru- then nicht überall gleich, Sorechnet man hie und da auf einen Morgen 120 DQua- dratruthen, jede 8 Ellen oder 16 Fuß lang. Ein Rheinländiſcher Morgen hat 600 l- <her Muthen, oder zwo Jucharren. Ein Magdeburgiſcher Morgen hat 300 Ru- ben. Lieberdem haben auch wohl in eis

nem und ebendemſeivein Lite die XDa!d-.

morgen mehr Ruthen, denn das andre Feld, Wieſen, Weinberge u,ſ.f.

Mofſaitche Arbeit, Moſaique, iſt diejenige Arbeit, welche von allerhand farbichten, feinen ſteinernen Stifrchen, mittelſt eines zarten Küttes, ſo zuſammen geſeßet iſt, daß entweder ein Bild, oder Blumenwerf entſießet, welches der Ma- ietey. gleichet, aber an Dauer dieſelbe überträfft, und daher gern an feuchten Or» ten, 3. EC. in Grocten, Einſiedeleyen u,ſ.f, angebracht wird,

SRoSlerwein, ein angenehmer ge:

Junder Wein, der auf den an dem Ufer ber Moſel 1.egenden Bergen wächſet, uns von 5 3 den

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