Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
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IG Moraſtſt

Kippfarren, kann man Sond over Lehr am bequemſten aaf= und abladen,

Moraſifiein, Raſenſtein; ein Eiſenſtein, welcher hie und da zu Tage ausſtehet ,. an keinem Orte aber tiefer, als einen Spadenſtich unter dev obern Damm: erde, iſt. Cy ſteht nicht, wie im Gebir- 82, ſondern ganz flöß- und neſierweiſe, und: an. den. wenigſten. Orten' über zwey Fuß Rheialändiſch, an vielen Orten aber kaum 3 Zoll wächtig,- Er iſt in der Mark and der 8auſik hin und wieder zu finden...*

Moos» Mulcus,, iſt fein2 zufällige oder ganz gleichgültige Erd- Berg. Wald- und Waſſerbedec>ung,, wie ſolches- viele Gewächſe ausweiſen die in der Erde gay nicht. odes doch) überaus langſam, ausfei- men, und außer dem Mooſe einen ſchlech» ten. Wachzthum' haben, Das aber der Moos. wirklich einige fruchtbare und nähre: hafte Feuchtigkeit enthalte, allerley. Sage men aufnehme, und die daraus- erwachſe nen Pflanzen bis zur Biuehe und Frucht zu- bringen im-Stande ſey, beweiſen un» zöhliche Verſuche,öte ſchon., Gleditſch mit vielen fremden: Gewächlen, Zwiebel- werte, Bäumen uns andern Pflanzen un» fernommen, ugd-davurch die Unterhaltung der Gewächſe in den botaniſchen. Gärten ungemein beſördert hax Der Moos kann mit: der ganzen-darinn eingeſeßten Pflanze leicht aus dem Geſchirre aufgehobe4 oer» den, d3-man denn finder, das er überall mit Wurzeln durchwachſen, und nach eini jen Jahren: in: ein dunkles, mürbes und ſprödes erdiges Weſen verwandelt wor-

den. Zeiget ſich dieſe Veränderung ſoll

maa. das Berſeßen vornehmen, welches

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leichter als bey andern Gewächſen geſchte- het, die in. bloßer Erde ſtehen,

Sh2an

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ſchneibet von dieſem Moosballen das än« ßerjte Meß von Wurzelfaſern mit einem ſcharfen Meſſer rundherum ab, fegt ſol« <hen wieder in ſeuchten Moos, und begießt ihm"AREEE In dem allerunfruchtbarſten Flugſande und Heideboden iſt der Moos von großem Nußen. Beſonders genießen die hohen Gebirge durch den allmählig. vorgehen» den Anfiug. veſte!ben- beſondore Wortheile, indem die härteßen Felſen, auch an deu ſteiiſten Orten, nach und nach mit Wal- dungen bedecfet: werden, weil ſich die Movosſaamen: bey feuchter Wieterung in

die Spalten: und Rißen legen, und dieſs-

mit Moos ausfüllen, welcher mit der Zeis dem durch die Sturmwinde auſfliegezden Saamen anzimmt, ſich vererdet, und dia Bäume ſo lange nähret, bis ſie im Stan- de ſind, tiejer in die Zwiſchenräume zu wurzein und ſich ſelb& Nahrung zu ver- ſaſſen. Da aun aber der Movos- die Saamen und Wurzeln dsr Gewächſe, ſon- derlich der Bäume, als eine Decke für mancherley Zufälle verwahrer, und verſel- ben Wachsrhum befördert: ſv wird man daraus beurtheilen fönnen, in wiefern das ſog: nannfetliogs recen inden Walduns gen zu zulaßen feyn dürfte. Es gehöret faſt überall, ohne Rückſicht auf die rechte

' Jahre8zeit., Beſchaffenpeit des UnAuges-

und des jungen Holzes, unter die ſchäd- lichſten Forſinufungen, und kann nur auf unſruchtbaren Blötzen, wo fich die Gräfe venen zur Weide vermehren ſollen, und der Grund ſehp feucht und kalt if, oder an ſolcizen Ortcn Start finden, wo alte ab- ftammige Hölzer, und darinnen feine Sehonungen zum Anſſug oder Aufichlag gemacht, oder ein vechtſchaffener Auſſchla 3 weder zu hojjen ſieher; noc verianget wird; vorzüglich aber aisdann, wenn ein

Revier

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