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Moht
Btlürmnen zu EEG Es gie€ auch
eine Abart, welche jedesmal nod) vollen» deter Reife- des Saomins, abzuſterben
pflegt, Man kann diefe perennirenden
Mohnarten im Herbſte und Frühjahre HAGE Die abrigen Sorten dieſes Geſchlechtes ſind weniger geachtet, weshatb fie hier übergangen werden.
Der gemeine Mohn verfangt einen qu-
fen und gedüngten 7!- der, auf wel- jen der Saame, nachd 0 Acker qe»
pfiuget und glatt geeget r umgegraben und gerade geharfet worden, im April oben aufgeiget, und ſydenn mit der leichten Ege oder Harke wieder überzogen, und ei- nige Wochen naMher vom Unfraute durch Hacken oder Jäten gereiniger wird, Ei- nige faen Mohrrüben oder Linſen unter den Mohn, damit, wenn die eine Frucht Nicht einſchlägt/ doch die andere gerathen möge, Die Mohrrüben vertragen fich ant beſten mit dem Mohn, da lekßterer im Au- guſt aufgezogen wird, und die Rüben nun vollen Raum zum Auswachſen bekommen, Hirſe iſt unter dem Mohne nicht anzura- then, da jene vom Winde an die harten 5Mohnköpfe angeſchlagen, und leicht aus- geflopfet wied. Wir erhalten aus dem Mohne ein ſehr gutes Oel, welches völlig die Stelle des Baumösls vertreten kann, und es iſt zu verwundern, daß unſre Land- leute ſich nicht mehr auf den Anbau des Mohns blos und allein in dieſer Abſicht legen. In manchen Gegenden ſind die Mohnſuppen eine faſt tägliche Koſt des
. Zandvolfes, wobey felbiges ſiy ſehr wohl
befindet, Much wird der Mozön noch 3 zu vielerley andern Speiſen, wie auch zu Kuchen, gebrauchet. Wo viel Mohn ge- bauet wird, da finden die Bienen in den Blumen ungenieine Jahrung, Die Blu-
Mohn 7
PERE M Dat:% eg INGE GAN DES"EEN Menblätter befißen, Die CZ KIBEES>»
“A iich, welche aus der aufgerikten nuch ar! inn Dt Ditatlze Aicß 175 indy f Dio GSehmer-
zen, ſti dle die Bewegung der Nerven, verurſacht, Schlaf, und kommet wirklich mit vem Opium I; nur ift alle die- ſe Wirkung viel gelinder. Aus der trock» nen Saamen pA egt man eine Milch zu verfertigen, u! 7d"7 als e ein berußigen-
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vos und den Sd den Kindern einzugeben. Es mag abex hier wohl! beißen hilft es DIE ſo ſcha- vet es au ni<mt. Unreife Mohnköpfe äuf gleiche Art Mizuwenden, fa nun eber ſchädlich ſeyn. Der zerſtioßene oder zet- riebene Saams mit Milch abgekocht uud äußerlich aufgelegt, äußert eine kühlende und lindernde Wirkung, Die fti- ſchen Mohnblätter äußerlich aufgelegt, Gn eine zurückfreibende Kraft, und der ausgepreßte Saft wird wider den Stich der Bienen an gerühmt.
Von dem AFerrmohne oder den Klatſche rojen gebrauchet man allein die Biumen- blätter, Zhre- Hauptwitfung beſteht in Linderung der SI Imerze n, Stillung der Blutſüße und Beförd devung des Ehwei ßes. Man verfertigt daraus Syrup, ge- braucher avh ſoiche als Thee. Das ge- woöhnlichſte Mittel iſt die TinQura tio- ruin papaveris, welche mit. der Vitriol- ſaure bereitet wird, und beym Seitenſtech- fieber, ei zuvor Blut gelaſſen worden, wie auch beym Blutſpeyen aus der Lunge, gute Dienſte leiſtet, C8 ſind alſo bieſs Blamenblätter für ein ſc<meizſiflendes Mittel zu halten, und ſolches in Blut- fiu ßen, bey GSeitenſted)- und andern Enezündungsfiebern, bey dem Keuchbhu- fien, Windfoliken und dergl, zu empfeh- len»
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