Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
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Mörtel freſſender, ſalzizer, beizender Sand iſt

mehr rennewd, als binvenv-

Der eigentlich Hzenannte Waſſer- over SE welcher an den Ufern der Fiuüße zuſammen getrieben, und rein und aÖbe Schlamm oder erdigre Theile ge- funden wird, iſt der beſte, beſonders'wenn er aus Körnern von anderthalb bis zdey finien groß, mit etwas fieinern vermiſcht, beſteht. Denn dieſe fügen ſich bey geböri- ger Durcharbeitung dergeſtalt zuſammnten, daß der damit bereitete Mörtel in ziemlich großen Stücken/ nach 24== 36 Stunden, ſchon in ſich an der freyen Lute erhärtet. Hierauf folget der Zerg- oder Grudei- ſaid, wenn ex rein, ohne Staub oder anderes Gemengſel, und ohne falzige odev ſalpeterartige Theile iſt, Au) muß er nicht eiſenſchüßig oder zu grobkörnicht ſeyn. Hierbey iſt es am beſten, wenn man, wie es mit der Ziegelerde geſchiehet, ſelbi- gen ausgräbt, und einige Jahre an der Luft liegen läßt. Geine etwanigen übeln Eigenſchaften verwittern dadurd); und ſollte er unter dieſer Zeit mit vielem Gyraſe bewachſen 7 ſo laſſe man ihn lieber ungebraucht, Zi er ſodann gewiß mehr erdige, als zum guten Moauerfande dien- 16 Theile enthält; es wäre denü, daß dergleichen Theile aus'der viachborſchaft vom Winde angetrieben wären. AÄllzu- grobförniger, oder mit größen Kieſeln vermiſchter Sand muß dur eine vrächer- ne Hurde geworfen werden ,/ um die allzu=" groben, unbrauchbaren Theile. abzuſon« dern,

Die gemeine Maurerprobe guken San- des iſt dieſe: Man Sprit davon efwas in der Hand dv zufammen und. reiber; fühlt ſich dey Sand ſo warf an, voß man fiſt einzelne G 6rner ver)(pu ven fann, und läßt

er beym Wegwrfen feinen Staub oder

Mörtel' 5

andere Uneinigkeicen Ee ſo iſt er gut.

Viele wachen einen UaeeNfDi unfer dein Sande, d der zuni Mauern, und dem, ver zum Bewerfen gebraucht werden oll; es nivuß aber eigentlich immer ſcharfer Sand ſeonz nur daß ex im erſten Falle ek- was größere, im andern Falle aber feinere

Körner haben muß.Zu recht feiner PtUß«

arveit, wozu, außer dem Kalke, auc) vies ler Gips kömmt, minß der Sand durch ein enges Sieb geſichtet werden,

Scratt des Sandes kann man, wenn ex irgend8ws niche rechter Art zu haben iſt, auch. andere klein zu ſtoßende Materialien gebrauchen. PDergleichen. ſind: Zerſtoße- ner fein- oder grobkörnichter Sant tein, gut und hart gebrannte Ziegel aller Arten, guf gebrannte chönerne alte G: ſchi!'ve und Ofeifacheln, SEPG von Ciſen, Schmie- dehammeirſchlag, Eiſenſch! affen, Glas» ſcherben von 107 und Fenſierſcheiben uf w. Cin 2andwirch kann ſich ein Mae

azin von allen dergleichen S Surrogaten des Sandes halten, da es hin und wieder ei- nige Stunden für das Geſinde giebt, in weichen ſiedergleichen Matertalien in et» nem alten Troge zerſtoßen können, daß ſelbige hernach zu ſeiner Zeit bey Bauen oder Reparaturen gut zu gebrauchen ſind. Einen Theil Ziegelmehl 3, E. mit zween

Theiten ſcharfen Mau rſandes zu der gehö»

rigen Quantität Kalk gemiſcht, giebt ei» nen Mörtel, der auch im Water oder in aüdern feuchten Stellen ſehr ba!d bindet und fe?er wird.

Das eigentliche V-rhä!tkniß des Zuſaßes vom Sande läßt ſich nicht ſo genau ange- ben. Man muß ſich nach der Fettigkeit des Kulfes richten, und dieſem bald meh: rern, bald wenigern Sand zuſeßen. Man muß den Sand ſo lange mit dem Kalke

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