4 Mörſer
füglich zu dieſem Geſchlechte(nE verven, (a, ſondern die Schweiz, Oeſterreich, FDurzel: ausvdauernd, lang, fegelſör- mig, mit Cirteln beſeßt, und nach dem Alter in es ore oder wenigzere Zweige ab-
getheilt, centtel: geſtreift, baaricht, auſgerichtet, 2 00C ähr 1 F. 3: in we- nig Zweige verbreitef, und unterwarts
mit Blättern beſeßt. Blätter: wenig „rauch, vielfach gefiedert, und die WBläktt- <en in 3= 3 ſchmz/e, ſpikige Lappen zer“ ſchnitten,, Zlumenblärter: herzi60» mig, und der Saamen faſt walzenförmig mit weichen Haaren, und oberwärts mit . einem gelblichten Kränze beſeßt- Durch den weichhaarichten Saanien läßt ſich die- ſe Pflanze von dem Klettenkörbel, und
durch die ungetheilten Blätter der allgemei-
nen Hülle von den M ODE leicht unfer- ſchieden. Der Saame wird in den Apo- thefen zu den 4 kleinen warmen Saainenatr» ten gerechnet; et beſißet alle die Krafte, die zuvor von dem gemeiiten Möhrenſaa- men angemerfef worden ſind, und gewiß in noc weit ſiärkerm Grade, deswegen man beyde nicht mit einander verwechſeln, und den Cretiſchen vorzüglich gebrauchen ſollte,
Mörſer, ein gemeiniglich aus Eiſen oder Meſſing gegoſſenes Gefäß, welches in der ODekonomie, Chymie u. ſ.-f. vor» nehmlich zum Zerſioßen harter Körper, geöraucht wird. Die eiſernen ſind den eſſingenen vorzuziehen, weil fie während des Stoßens weniger als jene von ihrer Subſtanz verlieren, und alſo das, was in ihnen geſtoßen wird, nicht ſchädlich machen. Die kleinern, welche mehr weitals tief ſind, und auch Mörſel genannt werden, ſind mehr zum Reiben als Stoßen zu gebrau»
Vaterl. iſt nicht eigentlich Cre».
Mörtel
<en, und ſollten daßer lieber Reibe Feber beißen; dieſe werden oft von Glas, Maxr- mor und noch härteren Steinen gentache, und ſind dea metallenen vorzuz jiehen; weil die Materien in ſelbigen gerieben werden können, ohne daß ſie von der Subſtanz der Yteibeſchalen etwas an ſic) nehmen.
Miürtel, iſt eine Vermiſchung von Kalk und Sand, um die Steine zum Bauen damit zu verbinden, Da unſre Maurer den blos eingelöſchten Kal? LWeiß- Fal nennen: ſs pflegen ſie auch den Mör-
el zubereiteten oder gemachten, auch Sandall zu nennen,
Der Weißkalk wird ohne Beymiſchung vielen Sandes nicht hart, oder, nach der
Maurerſprache, nicht bindend. Er kann daher lange in Gruben liegen, ehne ſein nah dem Cinlöichen erhaltenes weiches Weſen zu verlieren. Er verbeſſert ſich vielmehr durch langes Liegen im Feuchten, wenn bey dem Löſchen alle fleine Theile des Kalfs nicht ſogleich völlig aufgelöſet ſind. Cin Ländwirch thut daher wohl, wenn er ſich allezeit einen Vorrath von gelöſchtem Kalke in Gruben zu mancherley nöchigen Reparaturen hält, oder bey einem bevorjteßhenden Hauptbaue den Kalk einige Zeit zuvor anſchafſen, und in Gruben ein- gelöſcht aufbewahren Fann. An der Luft vertrocknet der Weißkalk des Sommers in der Grube, und im Winter verdirbt ex vom Froſte; er muß alſo einige Fuß boch mit Ma WE überdectt werden, der dann in der Folge zur Beymiſchung[07 gleich verbraucht werden Fann.
Nicht aller und jeder Sand dienet zum Mörtel, Ganz feiner, ſtaubichtor Sand iſt völlig untauglich; allzugrober aber macht nicht allein ſchlechte Fugen, ſondern hindert auch das gehörige Binden 3 und
freſ:


