Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
Entstehung
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Gewölbe

änders, als aufs beſte abgetrocknet, einzu- fahren. Könnte man aber ſolches bey anhaltend unbeſtändiger Witterung nicht vermeiden, und müßten dieſerhalb Oeff- nungen zum Werdünſten der nicht recht trocken eingebrachten Feldfrüchte in Scheu- nen und Ställen gelaſſen werden: ſo ſollte man doch gegen die Nachtzeit, oder gegen annahende Gewitter bey Tage, alle Luken und Oeffnungen zumachen, und nirgends einen Luftzug übrig laſſen.

Gewölbe, eine, nach einem gewiſſen Bogen gemauerte Decke«- Auch nennt man den Raum oder das Zimmer, welches eine ſolche Dee hat, eben ſo, verbindet auc< wohl damit die Sache, die darinn aufbehalten wird. Alſo ſagt man: Milch- Speiſe- Gewürzgewölbe, u. ſ,w.

Gewölbe im vollen Zirkel, iſt ein ſol<e8, welches nach einem halben Zirkel gemacht iſt.;

Gewölbe nach gedrucktem Bo- gen, iſt die Krümmung eines Bogens, oder Gewölbes, welche feinen vollen hal- ben Zirkel hat, z. B. die abhangenden Ge- wölbe einer Treppe,

Gewölbebocbk, ein Bock oder höl- zernes Gerüſte, worauf der Maurer ſteht, wenn er über dem Gerüſt ein Gewölbe auf- führet,

Gewölbeſtein, Keilſtein, keil- förmige Mauerſteine, welche zu den Bo- gen der Gewölbe gebraucht werden. Ges meiniglich mauert man aber doch nur mit gez wöhnlichen Mauerſteinen, und füllt die Fu- gen, wenn das Gewölbe noch einem großen Bogen geht, blos mit Kalk aus, bey fla- <hjen Bogen aber zugleich mit Zwiſteinen.

Geyer 29

Denn die Lehre giebt dem ohnerachtet vem Steine ſeine erforderliche Lage.

Gewölbter Sturz, iſt ein gerades Gewölbe über einer Thür oder einem Fen- ſter, weiches unten zwar eine gerade Flä- <e hat, doch aber bogenartig gemauert wird, damit es nicht einſtürzt. Denn man nimmt hierzu Mauerſteine, die etwas ſchräge geſtellet, und zugleich unten an ei- ner Kante abgeſchräget werden, DieLehre hiezu iſt ein bloſſes Bret, ſo man hernac<ß wieder wegnimmt,

Gewölle, Alle Naubvögel reinigen ſich alle Morgen, indem ſie diejenigen Haare oder Federn, die ſich von dem Rau- be des vorigen Tages in ihrem Kropfe be- finden, wieder ausſpeyen, welches dann Gewölle bey der Jägerey genannt wird«

Gewundene Säule, Colonnye rorle, iſt eine Säule, deren Schaft wie eine Schraube ſich herum drehet, die Hälf- te hohl, und die Hälfte erhaben, nach ei- ner 2inie, welche nach der Länge des Schafts. regulair aufſteigt,

Gewundene Stufen, Wendel- ſiufen, Wendeltreppe, Giron triangulaire, ſind Stufen, welcye ſich von dem ſchmalſten Theile der Stufe an der Spindel, bis an den Ort, wo ſie in den Treppenmantel eintritt, erweitert, Sie werden gebraucht, wo bey gevierten Treppen die Ruhepläße gewendelt werden, ingleichen bey Schneckenſtiegen,

Geyer, Vultur. Die zwote Zunft im Geſchlechte der Raubvögel, und aus der großen Familie derer Vögel, die vorn drey Zehen und hinten einen haben. Sie grän- zen, ihrer Größe, Stärke, Raubbegierde und vieler andern Eigenſchaften wegen, ganz

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