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Gewitter
die Elektricität von einander gehalten wur- den, treten nunmehr, nach wiederholter Ausladung und Verminderung derſelben, zuſammen, formiren Tropfen, und ſo reg- net es herab, Daraus iſt klar, wie wenig Regen zur Sommergzeit entſtehet, wenn die Gewitter entweder vorbey gehen, oder ſonſt ſtill und ſanft, ohne Bliß, zumal in geraumigen Maſſen, abgeleitet werden, welche die Elektricität der Luft und der Ge- witter in großer Quantität aufnehmen, das Anziehen und Häufen der Wolfen ver- hindern, und die Wolken ſelbſt theils zer- ſtreuen, theils wieder zum Aufſteigen ver» anlaſſen. Aud in ſo fern ſind die Gewikt- ter heilſam, daß durch ſie, mittelſt Ab- brennung der öftern Bliße, mittelſt Ab- regnens der Wolken, ſogar mittelſt Erre» gung der Winde,(denn auch zu dieſer ih- rer Erzeugung geben vielmals die Gewitr- ter Anlaß,) der Dunſtkreis und die Luft davon überaus gereinigt werden, daß ſie ihre geſc<wächte Elaſticität wieder in na» tärlicher Stärke bekommen, und ſie leblo- ſen und lebendigen Dingen auf dem Erd- boden heilſam werde. Dieſe Vereinigung, dieſe wieder erlangte Elaſticität der Luft, werden wir nach geendigtem Gewitter, durchs Gefühl und durchs Athmen, ge- wahr,
Zu den Wirkungen des Blißes, die in manchen Fällen ganz ſonderbar ſind, kann man noch alle diejenizen rechnen, welche dem elektriſchen Funken überhaupt eigen ſind. Er macht vas Eiſen magnetiſch, gieot auch ſogar andern Metallen eine ma- gnetiſc<e Richtung; er greift die flüßigen Körper, wie der elektriſche Funken, an, und bringt eine unnatürliche Bewegung in ihren Theilen hervor, Z.E. er ſäuert die Milch; macht, daß verſchiedene gährende
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Gewitter
Feuchtigkeiten, Bier, Wein u, ſ/w. um- ſchlagen.
Die Gewitter können nicht zu allen Jahrszeiten gleich häufig und gieich ge- wöhnlich ſeyn. Unter unſerm Erdſtiriche zeigen ſie ſich alsdann erſt, wenn die Sonne ſehr hoch ſteht, und den Lichtkreis ſtark erhißen kann, Jhre Zeit iſt bey uns von der Mitte des Mays, bis mitten im Se- ptember. Dabey ſind ſie dann auch in ei- nerley Jahrszeit nicht gleich häufig. Trockne Sommer geben wenig Gewitter, ſo wie auch große Näſſe im Winter, ſelbſt im Sommer, ihrer wenige verurſachet. Die Electricität der Luft wird im erſten Falle gehindert, ſich in den Wolken zu jammlen, und im andern, ſich in der Luft anzuhäue fen. Auch bey manchen Winden kommen in den unterſchiedlichen Gegenden die Ge- witter ungleich, Oſt- und Nordwind bringen uns nicht viel Gewitter; mehrere der Weſt» und Südwind, Dieſe lekten führen uns viele Wolken und Feuchtiglei- ten herzu, welche die Elektricität der Luft aufnehmen, und in einen engen Raum zuſammen bringen. Dieſe Winde können auch wohl Urſach ſeyn, daß die Gewitter das Jahr hindurch den Strich halten, wel- <en das erſte gehalten hat; d. i. aus dere ſelben Gegend kommen alle oder die mei- ſten her, woher das erſte eintraf. Wenn ein Wind daſſelbe Jahr die Oberhand hat, und die mehreſte Zeit aus derſelben Ge- gend wehet, ſo bringet er auch aus derſel- ben Gegend die meiſten Gewitter mit, Bey uns herrſchet der Weſtwind durchgän- gig, und unſre meiſten Gewitter fommen aus Weſt und Südweſt.
Im Gebirge ſind die Gewitter am ſtärk« ſten und anhaltendſtenz ſie ſchlagen gern in großlaubichte Wäume, und überhaupt
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