Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
Entstehung
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12 Geſchwülſte

Schmiert man dieſe Geſchwulſt mit Fctt oder fettigen Oelen, ſo wird die Haut wund, und die Haare fallen aus, als wenn das Thier mit einer ſcharfen Salbe einge- ſchmieret wäre.

Beſindet ſich die Geſchwulſt am Kopfe, ſo muß dem Pferde nothwendig die Ader geſchlagen werden 3; unter deſſen Getränke miſcht man Salpeter, 1=- 2 Loth zu ei- nem Eymer Waſſer. Die äußern Mittel ſind aber immer dieſelben, die Geſchwulſt mag an dem Kopfe oder einem andern Thei- le ihren Siß haben. Man bähet die Ge- ſchwulſt 4 bis 5mal täglich mit einer Mi-« ſchung aus zwey Theilen Bleywaſſer(S. Nr. 5. im Art. Geſchwülſte), und einem Theile Campherſpiritus, und bedeckt ſie nachher mit einem leinenen Tuche, das mit dieſem Waſſer angefeuchtet iſt, Gewöhn- lich iſt ſie ſchon nach drey Tagen ver- ſchwunden,

Geſchwülſte beym Hornviceh?: ſie entſtehen am gewöhnlichſten an der Bruſt, zuweilen auch an den Schenkeln, kenden oder dem Halſe- Sie werden eben ſo überall, wie bey den Pferden im vor- her gehenden Artikel, geheilet.

Geſchwülſte bey den Schaafens dieſe erfordern die nämliche Behandlung.

Geſchwülſte oder Knoten am Enter der ſätgenden Hausthiere, fommen am meitten bey den Kühen, zu- weilen auch bey Stuten und Sehaafen vor, IPLenn das Euter aufſchwillt, warm und Heiß wird, ſo will die Geſchwulſt gern in Vereiterung übergehen, weshalb es wie ein anderes Geſc) wur geheilt werden muß. Es gehet aber mit dieſer Eiterung oft ſehr langſam, wenn die Kunſt nicht nachbilft, Gleic anfangs ſucht man die Geſchwulſt

Geſchwüre

oder den Knoten durch anhaltendes gelin- des Reiben mit Campher in der flachen Hand, oder mit Diansſalbe oder Zeinöl, wo auf 2 Loth Salbe oder Leinöl 3 Quent- <en Campher zugemiſcht ſind, zu zerthei- len. Vercheilt ſich hievon die Geſchwulſt nicht innerhalb 2 Tagen, und nimmt ſie gegentheils an Hiße, Härte und Schmer- zen zu, ſo muß men warme Habergrüße umſchlagen, um es damit warm zu halten, und zum Eitern zu bringen. Sobald ſie in der Mitte weich wird, muß man ſie mit einem Meſſer öffnen, und nachher, wie ein jedes andres Geſchwür, behandeln, Die Digeſtivſalbe(Nr. 3. ſ Art. Ge ſchwülſte der Pferde.) iſt ſehr gut zur Heitung, und hält zugleich die Fliegen von dem Geſchwüre ab.

Oft entſtehen dieſe Eutergeſchwüre von Juſectenſtichen. Merkt man dieſes bey Zeiten, ſo kann man gleich anfangs durch Einſchmieren geſchmolzener ungeſalzner Butter oder Baumöl Hülfe ſchaffen. Noch beſſer aber iſt das Bähen mit Bleywaſſer. (Nr. 5.)

Riſſe und Spalten an den Warzen, die den Kühen bey dem Melken Schmer- zen verurſachen, heilt man mit dem be» kannten fühlenden Augenwaſſer.(Nr. 6.)

(Nr. 5.) Man nehme 2 Quentc<en Bleyzucker, und löſe ſie in 2 Pfunden rei- nen Waſſers auf, Dieſes Waſſer iſt aus- trocknend, kühlend und der Fäulniß wider» ſtehend.

(Nr. 6.) Iſt ein halbes Loth weißer Vitriol in 2 Pfunden reinen Waſſers auf- gelöſt,

Geſchwüre, ſind überhaupt eine Trennung der feſten Theile durch Citer, und entſtehen zuießt aus den heißen Ge- ſc<hwülſten, welche in Eiter übergegangen

ſind,

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