Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
Entstehung
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10 Geſchwülſte

legt. Alle fette Dinge, ausgepreßte Dele, die nicht ranzicht ſind, Altheenſalbe, aus- gewaſchene Butter,(Butter, die durch das Auswaſchen von Salz befreyet wor- den,) Leinöl, Rüuböl ſind dienlich, Zu Umſchlägen dienen die gehackten Blätter von Käſepappeln, Königskerzen, Bilſen- kraut, die Wurzeln von Käſepoppeln, Lein- ſaat, Roggenmehl, Habergrüße u. dergl. geſtoßen und gehackt, mit Waſſer zu einem Teig oder einer Grüße gekocht, und warm aufgelegt. Iſt die Hiße und Härte nur geringe, ſo muß etwas mehr erwärmendes gebraucht werden, welches Hiße erregen, und dadurch die Beule zur Vereiterung bringen kann, Zu dem Ende miſchet man zu den Salben etwas Terpenthinöl, oder man nimmt Sauerteig oder Leinſaat mit etwas Hopfen, oder gequetſchte Zwiebeln zu den Umſchlägen.

Sobald man bemerkt, daß die Beule in der Mitte vollkommen weich iſt, ſo öff- net man ſelbige mit einem ſcharfen Meſ- ſer an dem niedrigſten Orte der Beule, da- mit die Materie deſto beſſer abfließen kann.

Nach der Oeſſnung der Beule unterhält

man die Eiterung durch die Salbe(Nr. 2.), bis die Härte im Umfkreiſe der Beule faſt ganz hinweg iſt; alsdann heilt das Ge- ſchwür von ſelbſt, oder doch vermittelſt der Salbe(Nr. 3.), die, außer der in allen folchen gewöhnlichen Zufällen unſchädlichen Wirkung, den guten Nußen hat, daß ſie die Fiiegen abhält, ihre Cyer in das Ge- ſchwür zu legen, woraus nachher Maden werden, die ſich wiederum in Fliegen ver- wandeln, und wovon der Schade immer größer oder gefährlicher werden kann. Bey dem Gebrauch dieſer Salbe muß man das Geſchwür ordentlich verbinden. Iſt das Geſchwür aber ſo klein, daß kein Verband mehr nöthig iſt, ſo bedarf man auch keiner

Geſchwülſte

Salbe. Umtdie Fliegen abzuhalten, kann man es mit einer Salzlake waſchen, oder, noch beſſer, mit Wermuthpulver be» ſtreuen,

Zrandbeulen entſtehen ſo leicht bey Pferden, als auch beym Horn- Schaaf- nnd Schweineviehe, Cs ſind Knoten oder Geſchwülſte von verſchiedener Größe, welche geſchwind an unbeſtimmten Stellen entſte» hen, an den Schenkeln, an der Bruſt, dem Halſe, dem Kopfe, der Zunge, oft nur eine allein, oft verſchiedene auf einmal an verſchiedenen Theilen des Körpers z; ſie ſind den Thieren ſehr ſchmerzhaft, Dieſe Geſchwülſte oder Beulen ſind anfangs hart, ſchmerzhaft und heiß, bald darauf werden ſie weich, ſchlaff, und in der Mito te gefühllos, doch bleibt der Umkreis noch hart, ſchmerzhaft und heiß. Site gehen auch nicht ordentlich in Vereiterung, ſon- dern der Brand breitet ſich entweder wei- ter aus, zerſtört die angegriffenen Theile und rtödtet zulcßt das Thier, oder das an» gegriffene Stück fallt mit der Haut ab, und das zurück bleibende Geſchwür iſt un» rein und ſ<wammicht, giebt keine ordenk- liche Materie, ſondern ein ſcharfes, gel- bes, graues, oder mit Blut vermiſchtes Waſſer.

Die gewöhnlichſte Art Brandbeulen, denen die Pferde unterworfen ſind, ſind die ſo genannten UÜJaukbetilen, ſo be- nannt, weil ſie ſich hinten an der Köthe ſeßen, wo die Mauke ihren Siß hat. Man kann aber eine ſolm<e Brandbeule leicht von der ausbrechenden Mauke unter- ſcheiden, indem ſie mehr ſchmerzbaft und heiß iſt, und das Pferd mehr hinft, als bey der Maukegeſchwuiſt.

Eine ſolche Beule, ſie mag ſich hinſe- ßen, wo ſie will, muß gleich mit einem Kreuzſchnitt geöffnet, und mit einer 564

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