f die wird Kry⸗
mit 1 ſich
11
bekannt zu machen, waͤre es auch nur, um ſie verſtaͤndig be⸗ trachten und uͤber ihre Regelmaͤßigkeit ſich freuen zu koͤnnen. Wem ſelbſt auch dieß Wenige noch zu viel iſt, mag es ohne Gefahr uͤberſchlagen.
1) Begrenzungstheile der Kryſtalle.
§. 13. Die Theile der Begrenzung eines Kryſtalls ſind Flaͤchen, Kanten und Ecken, ihre Zahl und Geſtalt be⸗ ſtimmt die Kryſtallform.
a) Bei den Flaͤchen kommt ihre Groͤße, Geſtalt, Lage und aͤußere Beſchaffenheit in Betrachtung. Ihre Groͤße richtet ſich begreiflich nach der Groͤße des Kry— ſtalls, die außerordentlich verſchieden iſt. Es finden ſich Kry— ſtalle von der Kleinheit, daß ſie nur durch ſtarke Vergroͤßerung erkannt werden koͤnnen, und Kryſtalle(des Bergkryſtalls) von 12 bis 14 Centner Gewicht. Die Geſtalt der Flaͤchen rich⸗ tet ſich nach der Geſtalt des Kryſtalls, die weiter unten be⸗ trachtet werden ſoll; nach ihrer Lage aber unterſcheidet man Seitenflaͤchen, welche es nach ſeiner Laͤnge, und End⸗ flaͤchen, welche es nach ſeiner Breite und Dicke einſchließen. Bei Kryſtallen, welche gleich lang, breit und dick ſind(z. B. Wuͤrfel), iſt es willkuͤrlich, welche Flaͤchen als End- oder Sei⸗ tenflaͤchen betrachtet werden ſollen. Ruͤckſichtlich der aͤußeren Beſchaffenheit der Flaͤchen, ſind ſie entweder glatt und glaͤnzend, der gewoͤhnliche Fall, oder geſtreift oder ge⸗ furcht, entweder in die Laͤnge oder in die Quere.
b) Kanten entſtehen durch das Zuſammenſtoßen zweier Flaͤchen in einer gemeinſchaftlichen Linie, ihre Laͤnge wird dem⸗ nach durch die Laͤnge der Flaͤchen beſtimmt. Sie ſind ſtumpf oder ſcharf, nach der Groͤße des Winkels, in welchem die Flaͤchen zuſammenſtoßen, und wie es Seiten- und Endflaͤchen giebt, ſo giebt es auch Seiten⸗ und Endkanten.
c) Eine Ecke wird gebildet durch mehr als zwei Flaͤ⸗ chen, welche in einem Punkte zuſammenſtoßen. Es muͤſſen der Flaͤchen mehr als zwei, es koͤnnen deren aber 4 und 5 ſeyn. Da nun 3 in einem Punkte zuſammenſtoßende Flaͤchen


