Teil eines Werkes 
1 (1827) Die Gebirgskunde
Entstehung
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ſind mehr, andere minder entſcheidend; andere, z. B. die Aus⸗ mittelung des ſpecifiſchen Gewichts, die Pruͤfung in der Flamme des Loͤthrohrs, die Pruͤfung auf electriſche und magnetiſche Er⸗ ſcheinungen, verlangen beſondere Vorrichtungen und Werkzeuge und ein behutſames, genaues Verfahren; ſie ſind daher zur allſeitigen wiſſenſchaftlichen Erforſchung der Natur eines Mi nerals zwar wohl noͤthig, aber keine Huͤlfsmittel einer ſchnel⸗ len Erkennung und Unterſcheidung gleichſam auf der Hand und aus der Hand, ſie leiden beſonders keine Anwendung bei dem oͤffentlichen Unterricht im Beiſammenſeyn vieler Ler⸗ nenden; andere Merkmale endlich, z. B. die Kryſtallgeſtal ten, ſetzen gruͤndliche mathematiſche Kenntniſſe und ein anhaltendes Studium voraus. Es iſt daher, fuͤr den vorliegenden Zweck, noͤthig, nicht nur mit einer Auswahl aus dieſen Kennzeichen ſich zu begnuͤgen(ſo viel derſelben zur Unterſcheidung der gewoͤhnlichſten Mineralien ausreichen), ſondern auch eine Beſchraͤnkung auf gewiſſe Grenzen eintreten zu laſſen(z. B. bei Angabe der Kryſtallformen), Grenzen, welche Beruf oder Geſchmack, mit Zuziehung anderer Huͤlfs⸗ mittel, uͤberſchreiten moͤgen.

Beruͤckſichtiget die nothwendige Beſchraͤnkung, ſollen fol gende Erkennungs⸗Merkmale und in folgender Ordnung erlaͤu⸗ tert werden:

1) Geſtalt, aͤußere und innere: Structur und Abſon⸗ derung; 2) Haͤrte; 3) Sproͤdigkeit, Milde, Strich; Zerſprengbarkeit, Biegſamkeit; 5) Farbe, Glanz, Durchſcheinenheit, Phos⸗ phorescenz; 6) Das Abfaͤrben und Schreiben, das magere oder fettige und das kaͤltende An⸗ fuͤhlen, das Anhaͤngen an der Zunge.