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ren, Mandeln, Trauben ꝛc.; dieſe werden beſondere aͤuße⸗ re Geſtalten genannt.
Oder: Sie haben in ihren Umriſſen weder etwas Regel⸗ maͤßiges, noch Beſonderes und Auffaͤlliges— dann ſind ſie von gemeiner aͤußerer Geſtalt.
Der innern Geſtalt oder Structur nach, ſind ihre denk⸗ bar kleinſten Maſſentheilchen
a) entweder, wie die Bauſteine zu einem regelmaͤßigen Ge⸗ baͤude, in beſtimmten Richtungen und unter gewiſſen Win⸗ keln an einander gefuͤgt,— man nennt dieß die kryſtal— liniſche Structur, weil nur aus einer ſolchen regel⸗ maͤßigen Aneinanderfuͤgung der Theilchen eine regelmaͤßige Geſtalt des Ganzen(ein Kryſtall) hervorgehen konnte,— oder auch Gefuͤge, Textur(Gewebe). Oder:
b) es laͤßt ſich keine ſolche regelrechte Zuſammenfuͤgung der Maſſentheilchen bemerken; dann heißt die Structur un⸗ kryſtalliniſch, oder die Maſſe des Minerals wird dicht genannt.
2) Phyſiſche Eigenſchaften.
§. 9. Unter phyſiſche Eigenſchaften der Mineralien begreift man ihre Erſcheinungsweiſe in Beziehung auf folgende, in der Phyſik naͤher zu eroͤrternde, Naturkraͤfte:
1) Cohaͤſion, Kraft des Zuſammenhalts zwiſchen den zu einem Koͤrperganzen verbundenen Maſſentheilchen.— Und hiernach betrachtet, ſind alle Mineralien, bis auf zwei: QAueck⸗ ſilber und Erdoͤl, welche tropfbar fluͤſſig ſind, ſtarre (feſte) Koͤrper.
Nach der Groͤße oder Staͤrke dieſer Zuſammenhalts⸗ kraft, ſind die ſtarren Mineralien zum Theil ſchwer und ſehr ſchwer zertheilbar oder zerſprengbar(alſo feſt); zum Theil koͤnnen ſie zwiſchen den Fingern zermalmt werden— ſie ſind zerreiblich.
Nach der Art aber, wie dieſe Kraft des Zuſammenhalts wirkt, ob ſie naͤmlich zugleich eine Verſchiebbarkeit der Theil⸗ chen geſtattet, ſo daß ein Mineral dem Eindringen eines an⸗ deren Koͤrpers in ſeine Maſſe mehr oder weniger Widerſtand
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