Teil eines Werkes 
1 (1827) Die Gebirgskunde
Entstehung
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ders in formeller Beziehung, denn Mineralogie uͤbt als Selbſtſtudium! die Geiſteskraͤfte mehr fuͤr Natur beobachtung und Naturforſchung, als irgend ein anderer Zweig der Naturgeſchichte und Beobachter der Na tur ſoll ja der Land- und Forſtwirth ſein, was er ohne Uebung nicht werden kann; die Hauptſache iſt, daß er zeitig anfange; von Zuviel kann ſo lange nicht die Rede ſein, als die Erwerbung des Mehrern nicht auf Koſten einer andern Huͤlfswiſſenſchaft oder der Haupt⸗ wiſſenſchaft geſchieht; uͤberdieß vermag der Eine in der⸗ ſelben Zeit und bei gleichen Hülfsmitteln mehr, wie der andere; warum alſo beiden gleich enge Grenzen vor⸗ ſchreiben; in der einen Gegend endlich laͤßt ſich von dem Erworbenen mehr Gebrauch machen, wie in einer anderen es iſt alſo ſchwer, auf obige Frage eine genuͤgende Antwort zu geben und fuͤr alle eine ſcharfe Grenzlinie zu ziehen.

Die von dem Verf. im Allgemeinen gezogene hat er, und zwar mit Bedacht, ſelbſt uͤberſchritten, aus folgendem Grunde: Viele ſeiner Zuhoͤrer fanden Ge ſchmack an der Mineralogie; ſie wurden eifrige Samm ler, wozu noch uͤberdieß die hieſige Gegend einladet. Sie beklagten es: daß ſie, um einige Schritte weiter zu gehen, genoͤthigt waͤren, neben dem Fingerzeig, in ſei ner bisherigen Beſchraͤnkung, noch andere Lehrbuͤcher ſich anſchaffen zu muͤſſen, die ſie gleichwohl nicht ſo gut gebrauchen koͤnnten, weil man, ohne daß nicht der Na me zugleich und richtig gegeben ſei, ein unbekanntes Mineral nicht zu finden wiſſe, deſſen Beſchreibung vorn, in der Mitte oder am Ende ſich befinden kann. fioſen Privateifer glaubte der Verf. einen Vorſchub thun zu

nuͤſſen, durch Aufnahme auch ſolcher Mineralien, welche mehr ein Gegenſtand der Liebhaberei und in hieſiger Gegend leicht zu erhalten ſind; um indeß das Buch fuͤr den uͤbrigen Theil nicht allzu ſehr zu vertheuern, hat er die Beſchreibung derſelben, in Anhaͤngen und Nachtraͤgen, mit kleiner Schrift drucken laſſen. Es