XI
riſtiſchen Stuͤcken aufſuchen laͤßt; er faͤhrt damit fort, bis ſeine Schuͤler ein Foſſil nach ſeinen Hauptmerkma⸗ len ſelbſt beſchreiben koͤnnen und dieß gilt ihm als der Merkpunkt: daß ſie nun auch eine gegebene Beſchrei— bung zur Erkennung eines ihnen unbekannten zu benutzen faͤhig geworden ſind, denn dem hierin ungeübten An⸗ faͤnger, welcher mit beſtimmten Ausdruͤcken noch nicht beſtimmte Begriffe zu verbinden gelernt hat, ſcheint faſt jede Beſchreibung auf jedes Mineral zu paſſen.
Nach dieſer Art der Unterweiſung nun, welche, nach dem Urtheil des Verfaſſers, nur allein geeignet iſt, den Anfaͤnger in kurzer Zeit in den Stand zu ſetzen, ſich ſelbſt des Lehrgegenſtandes zu bemeiſtern und ſein eigener Lehrer zu werden,— muß nun auch die Ein— richtung des vorliegenden Lehrbuchs und beſonders der Fingerzeig beurtheilt werden. Er iſt eine Art von Weg— weiſer, dem Namen eines unbekannten Minerals auf die Spur zu kommen und, wem die Beſchreibungen im Texte zu duͤrftig und unausreichlich erſcheinen ſollten, der muß bedenken: daß die ganze Characteriſtik eines Foſſils im Fingerzeig und im Texte vertheilt iſt, daß alle Er— ſcheinungsweiſen, des Quarzes z. B. im Fachwerke des Fingerzeigs enthalten ſind, davon bei jedesmaligem Nach⸗ ſchlagen(und dieß iſt ein Vortheil mehr fuͤr den An— faͤnger) nur diejenigen in Betrachtung kommen, die an dem vorliegenden Individuum ſich befinden.
Dieß die Einrichtung. Was den Inhalt,— die Menge der aufgenommenen Mineralien betrifft; ſo duͤrfte der eine Beurtheiler bei fluͤchtiger Durchſicht fra— gen: Wozu ſoll dieß und jenes dem Forſt- und Land⸗ wirth?— waͤhrend ein anderer dieß und jenes noch vermiſſen duͤrfte, was noch haͤtte aufgenommen werden koͤnnen und aufgenommen werden ſollen. In der That iſt die Frage: Wie viel ſoll der Forſt- und Landwirth von der Mineralogie kennen?— ſchwer zu beantwor— ten. Im Allgemeinen: Je mehr, deſto beſſer! beſon—


