XIII
rechte alſo der Beurtheiler uͤber dieſe Anhaͤnge und Nach— traͤge nicht mit dem Verf.;— jeder Lehrer, der die vorliegende Gebirgskunde gebrauchen moͤchte, hat ſich vor Allem nach der Zeit, die ihm gegeben iſt, und nach den Vorraͤthen ſeiner Sammlung zu richten; deſſen was der Forſt- und Landwirth gebraucht, um in dieſem Zweig der Naturgeſchichte nicht unwiſſend zu ſein, iſt allerdings wenig; um die Kenntniß dieſes Wenigen aber bis zur Klarheit und ſicherem Eigenthume zu erheben, braucht der Lehrer an ſich ſchon mehr als dieß Wenige. Bei allen Huͤlfswiſſenſchaften, welche der Verf. fuͤr kuͤnftige Forſtwirthe lehrt, hat er das Ziel ſich geſteckt: ſeine Zuhoͤrer, die faͤhigeren wenigſtens,— ſo weit zu föͤr⸗ dern, daß ſie nicht nur das fuͤr ihre Berufswiſſenſchaft nothwendige Materielle kennen lernen, ſondern auch ſo viel Einſicht, Urtheil und Gewandtheit erlangen ſollen, um, wenn eigene Luſt oder Beruf ſie treibt, auf eigenen Fuͤßen ſtehend, ſich ſelbſt weiter forthelfen zu koͤnnen. In der Gebirgskunde erreicht er dieß Ziel, oryktogno⸗ ſtiſch und geognoſtiſch, durch Vorlegung einer weit ge⸗ ringeren Anzahl, als der hier aufgenommenen, Minera⸗ lien; ein anderer erreicht es vielleicht mit wenigeren und anderen; eine jede Gegend hat uͤberdieß ihr Eigen⸗ thuͤmliches; was in der einen ſelten iſt, iſt in der an⸗ dern gemein;— es ſchien alſo dem Verf. fuͤr die Sa⸗ che nuͤtzlicher: lieber den Vorwurf des wohlfeilen Ueber⸗ fluſſes, als den der Kargheit auf ſeine Gebirgskunde zu laden, beſonders da ſie nicht blos als Lehrbuch fuͤr den vorbereitenden Unterricht, ſondern auch als Handbuch dienen ſoll, womit der Beſucher unſerer Lehranſtalt ſich ſowohl hier, wie auch in der Gegend ſeiner kuͤnftigen Berufsthaͤtigkeit orientiren koͤnne, die an Mineralienar⸗ ten und geognoſtiſchen Verhaͤltniſſen ſo reich, wie die hieſige, ſein kann.
Zwei Dinge ſcheinen insbeſondere eine Rechtferti⸗ gung zu beduͤrfen—: Die Behandlung der Kryſtalli⸗ ſationen und der metalliſchen Foſſilen.


