Teil eines Werkes 
1 (1827) Die Gebirgskunde
Entstehung
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ihn mit der Anſchauung vorgelegter Mineralien zu be⸗ ginnen und durchzufuͤhren und ſeine Schuͤler, unter ſei ner Leitung, zu ihren eigenen Lehrern zu machen; fuͤr dieſen noch unbetretenen Weg aber mußte ein neues Lehrhuͤlfsmittel herbeigeſchafft werden, welches der Verf. ſo wenig er ſich auch zum mineralogiſchen Schrift⸗ ſteller berufen fuͤhlte, in ſeinem Fingerzeig gab. Durch den Gebrauch deſſelben, beim Unterricht, ſind ihm die Maͤngel dieſes erſten Verſuchs immer fuͤhlbarer und die jaͤhrliche Vertheilung immer laͤſtiger geworden er hat ihn verbeſſert und glaubt, ihn nun auch dem Pu blikum anbieten zu duͤrfen unbeſtreitbar iſt die Mi neralienkunde der großen Menge noch das unbekannteſte Feld, weil es bisher an untergeordneten und erleichtern den Unterrichtsmitteln fehlte.

Wohl mag das Vorliegende noch vieler Verbeſſe⸗ rungen beduͤrftig ſein, wie der Verf. ſelbſt fuͤhlt, und er wird Belehrungen von Sachverſtaͤndigen mit Dank annehmen; was indeß die eingeſchlagene Methode betrifft, ſo kann er ſeinerſeits ein Wort der Empfehlung mit derjenigen Sicherheit reden, welche eine 10jaͤhrige Erfahrung giebt: Sie iſt zweckmaͤßig fuͤr die erſten Anfaͤnge in der Mineralienkunde, ſei es, daß die Schuͤ⸗ ler dabei ſtehen bleiben oder daß dieſe erſten Anfaͤnge als Vorbereitung fuͤr ein umfaſſenderes und tieferes Stu⸗ dium dienen ſollen. Die Selbſtthaͤtigkeit dabei gewinnt den Schuͤler fuͤr den Lehrgegenſtand, ſobald er die ge⸗ wonnenen Kraͤfte fuͤhlen und gebrauchen lernt; das Selbſtſuchen und Selbſtforſchen an vorgelegten Minera⸗ lien erwirbt ihm bald ein geſchaͤrftes Auge auch fuͤr die feineren Unterſcheidungsmerkmale und eine unverlierbare Kenntniß desjenigen, was er unter Haͤnden gehabt und durch eigene Anſtrengung unterſcheiden gelernt hat waͤhrend dem Verf. unter ſeinen Zuhoͤrern mehrere vor⸗ gekommen ſind, die, nach ein- und zweimaliger Anhoͤ⸗ rung eines Vortrags uͤber Mineralogie, einen muſcheli⸗