Teil eines Werkes 
1 (1827) Die Gebirgskunde
Entstehung
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greifen, damit man wiſſe, was man auf Rechnung dieſes zu ſchreiben habe;

4) eine ſpecielle Kenntniß der phyſiſchen und chemi ſchen Eigenſchaften der Gemengtheile des Bodens, damit man nicht, wie es einemſchlichten Practiker widerfahren iſt:die quarzi⸗ gen(¹) fuͤr den Grund einer ſumpfigen Beſchaf fenheit halte*);

5) endlich, zur wiſſenſchaftlichen Begruͤndung und Ver⸗ lebendigung dieſes Wiſſens: eine Kenntniß der Ge birgsarten, welche das Hauptmaterial zum Boden lieferten und ſonſt noch mannigfaltigen Einfluß auf deſſen Beſchaffenheit aͤußern abgeſehen von der Hypotheſe:von einer eigenthuͤmlichen und ſelbſt ſtaͤndigen, jeder Gebirgsart, als ſolcher, inwoh⸗ nenden Bodenkraft, welche die Gewaͤchſe ohne Wei⸗ teres ernaͤhren ſoll.

So viel dem Verf. bekannt iſt, war er der Erſte, der(nicht ohne Widerſpruch und oͤffentlichen, unglimpf⸗ lichen Tadel zu erfahren!) die Idee faßte, fuͤr kuͤnftige Forſtmaͤnner eine Bodenkunde mit dieſem Vor- und Huͤlfs⸗ wiſſen(mit Ausſchluß der Pflanzenphyſiologie) zu lehren und die Forſtakademie zu Tharand war die erſte Forſt⸗ lehranſtalt, wo Bodenkunde gelehrt wurde, worin aͤltere und juͤngere Schweſtern ihr nachfolgten. Die Idee verdankt er dem Studium der Landwirthſchaftswiſſen ſchaft, folglich dem Stifter derſelben, ſeinem verehrten Lehrer und es bedurfte nur eines geringen Urtheils, um zu finden, daß in dieſer Beziehung der Forſt- und Landwirth einerlei Beduͤrfniſſe haͤtten; was er aber bisher leiſtete, hat er ſelbſt nur als gutgemeinte Ver⸗ ſuche und als Einleitungen zu etwas Beſſerem betrachtet.

*) Forſt⸗ und Jagdzeitung, Jahrg. 1825. No. 46. Ein Ver⸗ aͤchter der Bodenkunde hat damit zugleich einen erfreulichen Beweis ihrer Nuͤtzlichkeit gegeben.