VBVoöor wor.
Es haben Forſtmaͤnner von Anſehen, des Verfaſſers Beſtrebungen tadelnd, eine„practiſche“ Bodenkunde verlangt, ohne ſich weiter auszuſprechen, was ſie unter einer ſolchen verſtehen.
Eine practiſche Kunde einer Sache iſt vielen eine ſolche: die, ohne Vorkenntniſſe und ohne viel Kopfzer— brechens, ſchnell und gleichſam nur im Vorbeigehen, wie das Knuͤpfen eines Weberknotens, begriffen— und wenn begriffen, auch ſogleich in Anwendung gebracht werden kann. So iſt es aber wohl nicht gemeint ge— weſen, weil, der Natur der Sache nach, die ihnen gaͤnzlich fremd ſein muͤßte, ein ſolcher Unterricht uͤber den Boden nicht wohl moͤglich iſt.
Vielleicht meinte man damit: eine geordnete Zu— ſammenſtellung der bisher gemachten Erfahrungen uͤber den Einfluß verſchiedener Bodenverhaͤltniſſe auf das Wachsthum verſchiedener Forſtpflanzen— und hierin iſt allerdings mehr Sinn. Allein! eine practiſche Forſt⸗ bodenkunde in dieſem Sinne kann gegenwaͤrtig noch nicht gegeben werden, weil ſie, wenn ſie einen Werth haben ſollte, das Abſtract aus ſehr viel- und mannigfaltigen, aus lange- und wiederholt erprobten und mit dem noͤ— thigen Vor- und Huͤlfswiſſen im Forſte gemachten Beobachtungen ſein muͤßte, wozu es der Allgemeinheit berufsthaͤtiger Forſtwirthe bisher— theils an der noͤ—


