Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
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544" Genſt

pflanzen, mit fleinen einfachen"Blättern,

und. ſchmetterlingsformigen, gelben, zahl- xeichen; meiſtens im May, und Jun, blü- Henden, und im Herbſte eine Bienge, in Hüiſen enthaltenen, meiſtens nierenför- migen, reiſen Saamen gebenden Blu- men; mn 235 1) Pfeilfsrmiger Genſter, G. ſ2- gittaria. Vaterland: Deutſchland und Fraokreich, in unfruchtbarem ſandigen "Boden. Stämme: ſtrauchig, geſtreckt, 'zweyſchneidig, grün, in viele, geſireckte,

"häutige, flachgegliederte Glieder zertheilt,

deren Rand an den Seiten ſchwerdtförmig ſt, Blätter: klein, eyruünd« lanzeetför- mig, einzeln an den Gelenken, ungeſtielt. Bluinen: an den Enden der Zweige, in dichten Aehren, im Jun. MEISE 2) Sarbetinſter, Gilbe, gemeiner 'Genſt, kleine deutſche Pfricme, 'Särberpfrieme, Särbeblume, Hei- deſchmuck, G. tin&oria. Vaterland: "Deutſchland, England. Scämme: ſtrau-

Wig, aufrecht, mit geſtreiſten, runden, auf-

rechten Zweigen, 2-- 3 F, hoch. Blät- 'tor: lanzettförmig, glatt, abwechſelnd. 'Slumen: an den Enden und Seiten der Zweige; in Aehren, zwar klein, aber ſo Zahlreich, daß der ganze Strauch damit 'bedet zu ſeyn ſcheinet, im Jun. Man Hat hiervon eine Abart mit abſtehenden Dwelgel: va hingegen die Zweige der Hauptart mehr aufrecht wachſen, und ihre Blätter ſchmäler ſind.

Beyde Arten kann man leichtlich durch den Saamen vermehren, und die gelben, nac Hollunder riechenden Blumenähren ſind eine Zierde der Gärten, Sowohl grün, als getrocknet, fann man Zeuge da- mit grün und gelb färben, vornehmlich auf Wolle und gröbere Tücher. Mit Prin und Pottaſche erhält mau eine be-

x

Genſt

Fändige pomeranzengelbe"Farbe:+"Herr

Scopoli empfiehlt ſelbige auch als ein fräf- figes Mittel in der Waſſerſucht, Auch ſchreibt man dem Saamen eine purgierens de Kraft zu; er iſt aber niche im Gebrau- <e. Man erwählet gemeiniglich dafür das bejenſörmige Pfriemenfraut. Die Blätter haben einen bittern, ſcharfen und etein Geſchmac>. Das Wild, die Schaa- fe und die Bienen wiſſen ſolche gut zu

'nußen.

3) Engliſcher Genſter, G. Anglica. Vaterland: England, auf etwas feuch- ten Heiden, Stämme: ſtrauchig, äſtig, 2 Fuß hoch, mit einigen einfachen, langen Stacheln bewehrt, von denen aber die Blumenzweige gänzlich frey ſind, als wo» durch der Strauch ſich genugſam von an- dern Arten unterſcheidet, Dieſer Straich wächſt in England zwar wild, wird jedcch oft in die Gärten aufgenommen, wozu er ſich durch viele ihm eigenthümliche Schön- heiten empfiehlt;- gleich wie er ſich auch, weil er nur niedrig iſt, ſogar für kleine

Gärten ſchickt.

4) Saaritzer, oder äſtitzer Ginſter, Fleine Erd- oder Zeidepftienien, G.

-pilola. Vaterland: Deutſchland, Pan-

nonien.: Stamm: darnieder liegend, überall mit Knötchen beſese, mit dünnen, weitſchweifigen Zweigen. KAlätter;: lan- zettförmig, ſtumpf, Blumen: an den Enden der Zweige, in Aehren, ſo zahlreich, daß ſie ein ganz vortreffliches Anſehen ma- <en, im Jun. und Jul, Bon dieſer Pflanze ſchreibt Gleditſch alſo: unter den Hülſen tragenden Pflanzen, welche den Schaafen auf den allertro>enſten Heiden zu ſtatten kommen, ohne daß man darauf Acht hat, iſt dieſe Genſterart die beträcht- lichſte. In Gehägen und Wildbahnen, davon die Schäfer einige Zeit abgehalten

werden,

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