534 Gebrech Gebrech, Gebräch, x) der Hr,
wo die Sauen gebrochen oder gewühlet haben; 3) der Rüſſel au den wilden Schwei- nen, der auch der Wurf von den Jägern genannt wird«..
Gebreite, in Meißen und Thürin-
gen, ein breites Stück Feldes von unbe-
ſtimmter Größe, ſo aber breiter iſt, als ein Geiänge, d.i. über 4 Ruthen breit. (S. Gelänge.) Man ſagt daher: ein Ge- breite von 7 Adern; ein Stück von den herrſchaftlichen Gebreiten. Ein Gebreit- chen iſt nur in der. Länge von einer Ge- breite unterſchieden, hat aber übrigens eben dieſelbe länge.
Gebrochener Lauf. Wenn man bey einem Jagen, des Holzes, Getreides, Gebirges und andrer wichtiger Urſachen wegen, den Lauf nicht gerade richten, oder denſelben den Fiügeln nach vor das Jagen bringen kann; ſo werden die Flügel gebro- hen, und der 2auf wird queer vor der Kammer gemacht, welches dann ein ge- brochener Lauf heißt.
Gebrochenes Dach, ſ. Beda- chung.-
Gebrochene Treppe, iſt eine ſol- <e, die nicht gleich ausgehet, ſondern einen oder mehrere Ruhepläße hat. Statt des leßtern werden auch wohl einige Stu- fen, nac) Art einer Wendeltreppe, ange- bracht, wenn der Raum zur Treppe nur klein iſt. Doch iſt jenes beſſer, bequemer und zierlicher.
Gediegen, ſo nennt man Metall oder Erz, das rein und ohne Zuſaß iſt; vorzüglich wenn es von der Natur unver- miſcht hervor gebracht wird, Gediegenes
| Gedrückt
Gold und Silber liegt vielfältig derb und gediegen im Erze,
Gedrückres Pferd, Drücken und Schaden des Widerriſies. Die Gejchwüre oder Schäden, welche ein Pferd auf den hervor ſtehenden Schultern bekommen kann, ſind ziemlich gefährlich wegen der Nähe des ſpißen Knochens, der daſelbſt von dem Rürkgrad in die Höhe ſteht, als welcher leicht von der Materie angegriffen werden fann, weil ſie hier kei- nen freyen Ausfluß hat, und ſich daher leicht durch die fleiſchichten Theile einen Weg zum Rückgrad bahnet. Iſt es blos eine Geſchwulſt ohne Materie, ſo vertheilt man ſie durch fleißiges Waſchen mit Waſ»- ſer, in welchem ſo viel Salz gemiſcht wor- den, als ſich darinn hat wollen auflöſen laſſen; oder man nimmt das Weiße von 5 Cyern, ſchlägt es zu Schaum, miſche 2 oth ungebrannten geſtoßenen Alaun hin- zu, und reibt die Stelle fleißig damit, Cin noch wirkſameres zertheilendes Mittel iſt das Blepwaſſer, wenn man Loppen damit anſeuchter, und dieſe auf die heiße geſchwollene Stelle legt. Dieſes Bley- waſſer wird alſo gemacht: Nimm 2 Quent- c<en Bleyzucker, und löſe ſie in 2 Pfund reinen Waſſers auf, Dieſes Waſſcr iſt
austroc>nend, kühlend und der Fäulniß
widerſtehend.
Merkt man Materie oder Eiterung in- nerhalb des Schadens, ſo öffnet man die Geſchwulſt mit einem ſcharfen ſpißen Meſ- ſer von der Mitte niederwärts, ſo daß der Eiter leicht ausfließen kann. Man ver- bindet nun den Schaden, indem man. zu- ſammen gewickelten Flachs oder Werrig mit Terpenthinöl getränkt hinein, und ein
Pechpflaſter darüber legt. Alle fettige - Sachen
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