Beſchlagen
kenwand niedergeſchnitten, der Fuß aber nicht ausgewürkt, der innere Aſt des Ci- ſens ganz ſchmal und gegen die Ferſen hin dünn gemacht; der äußere Aſt hingegen muß ſtark ſeyn, und bis unter die Ferſen- ſpize gehen. Das Eiſen wird davey ſtark hohl gerichtet, und der innere ganz flach
gemacht, damit die Schwere des“Küörpers
blos auf den äußern Aſt falle, und die in- nere Tracht verſchont bleibe. Pferden, die Platthüfe haben, und denen die Trachten
verdorben ſind, muß das Eiſen bis an die
Ferſenſpiße gehen, und das Ende da auf- liegen, wo die Ferſe am haltbarſten iſt. Der Aſt des Eiſens überhaupt muß ſchmal ſeyn. Sind die Ferſen dabey ſchwach, ſo hauet man den Aſt des Eiſens-ganz kurz ab, und läßt ihn da auſliegen, wo die Tracht am ſtärkſten iſt, das Eiſen darf nicht hohl gerichtet werden, und der Strahl muß im- mer, wenn es anders möglich iſt, auftre» cen. Bey'Vollhüfen und Sohlenbeulen muß das Eiſen die Geſtalt eines V haben,, und an den Ferſen weit offen ſeyn, die Ze- he oder Aeſte werden mehr oder weniger
„hohl gerichtet. Die Hornſpalten des Vor-
derhufes an der Ferſe erfordern ein gewöhn« liches. Eiſen, deſſen einer Aſt aber kurz abgehauen, und das Ende dunn gemacht iſt, welches auß die haltbarſte Gegend der Trachtenwand gaufzuliegen kommt. Zt die Hornſpalte an der Tracht, ſo muß man das Ende des Eiſens bis unter die Ferſen» ſpiße führen, ohne aber daſelbſt einen Auf» zug anzubringen. Jſt die Hornſpalte an der Zehe, welches man Ochſentlaue nennt, ſo beſchlägt man das Pferd wie ge- wöhnlich, und macht, wenn man will, auf jeder Seite einen Aufzug, der aber auch nicht einmal nöthig iſt. Wenn Steingals- len vorhanden ſind, ſv macht man nach Belthaffenheit:der Lage der Steingallen,
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nächdem ſie den Ferſen näher oder entferne ter liegen, einen längern oder fürzern Be- ſchlag. Der Aſt des Eiſens, der auf die Seite des Hufs, wo der Schaden iſt, zu liegen fommt, muß immer dünner ſeyn als der andere. Iſt die Steingalle an der Ferſenſpiße, ſo muß der Aſt kürzer ſeyn, als wenn ſie ſich an der Tracht befindet. Denn in dieſem Falle muß man den ganz dünn geſchmiedeten Aſt bis unter die Fex- ſenſpiße führen, und auf der Wand auf- liegen laſſen. Erfordert die Steingalle ei- nen öftern Verband, ſo muß während der ganzen Cur ein Eiſen aufgelegt werden, das in der Gegend des Schadens ausge- hauen iſt; damit man Schienen zur Be- feſtigung des Verbandes anbringen könne, Bey Pferden, die einen kleinen ſchwürigen und faulen Strahl haben, müſſen die Fetr- ſen ſtark niedergeſchni:ten- und das Thier ganz furz beſchlagen- werden, damit der Strahl wieder zum'Auftreten gebracht wer- de. Bey Rehepferden, wo die Ferſen gut ſind x wählet man ein langes Eiſen mit ſtarken Epden, würke aber" den" Fuß nicht aus. Jſit dabey die Sohle halbzirkelför-
nig ausgetreten, und von der Fleiſchſohle
abgeſondert; ſo legt man ein. ganz breites Eiſen auf, und richtet es ſo hohl, wie bey vollhüfigen Füßen, Zwanghbüfe beſchlägt man ganz kurz, und würkfe gar nicht aus. Will man Pferden die Sohle ausreißen, ſo legt. man vein gewöhnliches Eiſen auf, das etwas längere und geradere Cnden hat. Oder, man ſchlägt ein ausgebauenes an Wenn Pferde vernagelt geweſen ſind, hauet man das Eiſen in der Gegenv der Wun- de aus, Kr,
Bey Laſt- oder Sattelmaulthieren muß das Eiſen nur an der Zehe eine Linie, breit hervorſtehen, und daſelbſt erhaben ſeyn, und das Horn an der Zehe ſtark niederge
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