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Untersuchung über den eigentlichen Sinn der höheren Analysis, nebst einer idealistischen Übersicht der Mathematik und Naturkunde nach ihrem ganzen Umfang / Von Ernst Gottfried Fischer
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Bogen FG=re. Das wahre Differenzial die- ses Bogens ist der Punkt G; die innere Gröfse dieses Differenzials aber kann durch den Bogen Gs vorgestellt, und in Büchstaben durch r99 ausgedrückt werden.Denn denkt man sich BC in seiner beliebig angenommenen Lage unbe- wegt, und führt die bewegliche Linie bC an BC heran, so verhält sich ununterbrochen DC:FC=Ee:Gg, d.i ı:r=9p9:r9P. Man'muls also den bloßen Punkten E und G, sobald man sie als Differenziale von DE und FG betrachtet, noch immer das Verhältnifs Ee:Gg oder ı:r beilegen.

60. Wenn sich ein Winkel verändert, da- durch, dafs sich einer seiner Schenkel nicht um den Scheitelpunkt des Winkels, sondern um ei- nen beliebigen, in dem Schenkel selbst irgendwo angenommenen Punkt dreht, so äudert difs die geometrische Construction seines Differenzials.

Man denke sich Fig. 4. die Linie BC um den Punkt B beweglich, so ist, wenn die Linie DA eine beständige Lage hat, der Winkel BCA veränderlich. Es fragt sich, wie sein Differen- zial vorzustellen sey. Man nehme die anfängli- che Lage der beweglichen Linie beliebig an: sie sey 2. B. anfänglich in der senkrechten Lage BE gewesen, und habe sich nun bis in die Lage BC gedreht, so ist auch hier BC die Endgränze, also das wahre Differenzial des Winkels BCA. Soll aber die innere Gröfse dieses Differenzials