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Mineralogie nicht als Hülfswissenschaft- des Bergmanns, sondern als ein Theil der histori- schen Naturkunde bearbeitet, so kann sie ohne= dils nicht vermeiden, einen Blick auf den Bau unseres ganzen Weltkörpers zu thun, und dann dringen sich die jetzt fehlenden. Gegenstände von selbst auf; aber auch bei der Beschreibung der eigentlichen Fossilien macht der physicali- sche Gesichtspunkt darin einen wichtigen Unter- schied, dals die Gebirgskunde bei weitem. als der wichtigste T’heil erscheint; da hingegen für den Bergmann die Kenntinils der aineralogisch ein- fachen Fossilien wichtiger ist.
Eine Wissenschaft, die durch ein Bedürf- nils ‚des Lebens erzeugt worden, bleibt oft. lange Zeit in den Gränzen der- beschränkten Idee, welche dieses Bedürfnifs darbietet, als wagte sie nicht, sich über diese Idee zu erhe- ben,. und den Rang einzunehmen, der ihr in der Reihe der Wissenschaften gebührt. Viel- leicht wäre aus der Feldmiefskunst der: Aegyp- tier nie eine allgemeine Gröfsenlehre geworden, wären die Griechen nicht durch ein höheres Be- dürfnils, als die Anwohner des Nils, getrieben worden, sich mit ihr zu beschäftigen. Wenn der Geist mehr ist, als der Körper, so muls nicht das Bedürfnils, sondern die Vernunft den Umfang der Wissenschaften bestinnmen. Es ist eine verkehrte Ansicht der Dinge, die Wissen- schaften zu Dienerinnen des Bedürfnisses zu machen; nur freundliche Gehülfinnen des Le-
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