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Untersuchung über den eigentlichen Sinn der höheren Analysis, nebst einer idealistischen Übersicht der Mathematik und Naturkunde nach ihrem ganzen Umfang / Von Ernst Gottfried Fischer
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14 Linneische System in der Botanik jedem andern den Vorzug abgewonnen hat, und ihn stets be- haupten wird, so lange die Pflanzenforscher den Geist desselben nicht verkennen werden.

Das höchste Ziel der historischen Naturkunde so wie alles wissenschaftlichen Forschens über- haupt, sind allgemeine Ansichten, und zwar nicht blofs empirische, sondern idealische. Aber der einzige zulässige Weg zu dem Achtideali- schen, ist mühsanıes Studium des Einzelnen, nicht voreiliges Streben einer ungezügelten Phan- tasie. Die genaue Kenntnifs des einzelnen muls erst zu empirischen allgemeinen Ansichten füh- ren, in deren sorgfältigem Studium die Vernunft allein den sichern Leitfaden in das heilige Land des Achtidealen hinüber finden kann. Daher ist und bleibt eine genaue, möglichst vollstän- dige Kenntnils des Einzelnen die wesentliche Grundlage der Wissenschaft, und die genaue mit philosophischem Geiste durchgeführte Beobachtung eines einzigen Geschöpfs, von seinem Beginnen an bis zu seinem Untergang, in allen seinen Verhältnissen gegen Wesen derselben Art, gegen Naturwesen anderer Art, gegen uns selbst, gegen die ganze Natur, bringt der Wissenschaft mehr wesentlichen Gewinn, als hundert neue Namen im Systeme. Man würde mich aber gänzlich milsverstehen, wenn man glauben wollte, als tadelte ich das Aufsuchen, Bestimmen und Ord- nen neuer Gegenstände: nichts weniger, als das, vielmehr ist diese Arbeit nothwendig, verdienst-

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