Teil eines Werkes 
1: Uibersicht der europäischen veredelten Schafzucht. 1
Entstehung
Seite
220
Einzelbild herunterladen

2320 Beibehaltung des Althergebrachten anſchließt, auch eine gil| mächtige Triebfeder in der Handlungs8weiſe der Menſchen 0500, iſt.=- Dieſe beiden waren es, welche die Schafzüchter mE beſtimmten, ſich zu überreden, daß nur dann, wenn der Schaf- FMV meiſter ſeinen Antheil an der Nutung der Heerde habe, er dieſelbe ganz mit aller Sorgfalt behandeln könne. Sie Mit vergaßen aber zu bedenken, und hatten nicht beobachtet, daß A die Wohlhabenheit, in welche dieſe Menſchen dadurch, beſon- das ders bei veredelten Heerden verſeßt wurden, dieſelben gemäch- win lich und ruheliebend machte, daß ſie de3halb die Beſorgung der Schäferei ihren Dienſtboten überließen, und ſich derſelben nur Om in ſo weit unterzogen, als es die Nothwendigkeit des äußern lang, Scheines gebot.=- Daher kam es ja gerade, daß alle die- Gd jenigen Schäfereien, in welchen man Vorvieh und Schäfer- aaa antheil aufhob, und dies auf eine feſte Einnahme für den pan Scafmeiſter zurü&brachte, am beſten gehalten waren, und von in ihrer Wartung und Pflege bei weitem den Vorzug vor Ia jenen Antheilſchäfereien hatten.=- Und welch? eine Menge pan Hinderniſſe beim Fortgange zur höhern Veredlung wurden wl durcH dieſe Abänderung zugleich beſeitigt! Augenſcheinlich Wen war der Gewinn, und man kann dreiſt behaupten, daß my nur dabei der höchſte Punkt in der Güte der Schäferei ſo- bile wohl, als in deren Rein- Ertrage erreicht werden könne, zuleh Feindſelig mußte natürlicherweiſe jener alte Mißbrauch die| auch dem entgegen treten, der ſich perſönlich um ſeine S<- aus gl ferei bekümmerte, und die Oberleitung derſelben mit Vor- og ein liebe ſelbſt übernahm. Und deren gab es in der neuern uhu Zeit beſonders in Deuſchland ſehr viele. Es ward gewiſſer- Gr maßen Liebhaberei und Ehrenſache, ſich hierin auszuzeichnen. Y