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207 Und gewöhnt Fragen wir aber, welchen Einfluß dergleichen Triften auf bit, Zus die Wolle geäußert haben? ſo wäre darauf wohl zu ant- Wg, da Das worten, daß derſelbe weniger nachtheilig war, als manche Wid Jpn glaubten, do<m aber immer unverkennbar blieb. Ein gleiches iſt von den allzugeilen Triften zu ſagen. 1 Jiften jed Uiberfüllung des Blutes iſt auf denſelben bei den Schafen falen, Daß leicht da, und man hat oft genug erfahren, daß gerade hier Friffen vors die Blutſeuc<e am häufigſten wüthete, Die Wolle bildet 1, if befannt, fich auf dieſen zu geil aus, das Haar verliert dabei an Wingen durch ſeiner Zartheit, Geſchmeidigkeit und Sanftheit, und der Sriften ihnen Werth der Waare wird dadurch vermindert. Verſuche aller nicht allemal Art, die man hierüber angeſtellt hat, haben dies bewieſen, , Ivo ino Man ſtritt zwar auf dem Leipziger Wollconvente hiergegen erſhlämme und führte Beiſpiele an, wo Schafe, die von Höhentriften man zee auf Niederungen verſeßt worden waren, die guten Eigen- (immer ſind ſchaften ihrer Wolle ganz treu erhalten haben ſollten. Aber auf dene dagegen ſtreiten eine Menge von Erfahrungen, die man N" me machte, wenn man Schafe von der ausgezeichneteſten Woll- ,(eclfranf qualität von troFnen Höhentriften auf Niederungen, die feucht (of tode oder von ſehr gutem Gras8wuchſe waren, verſeßte. Sie ken Kaen, trugen dieſelbe Wolle, dem Charakter oder der Natur nach, jeht Niufig aber in ihrer Sanftheit und Geſchmeidigkeit, alſo in ihren m Haupteigenſchaften, hatte ſie verloren. Vielleicht hatten " die Schafzüchter, welche obige Behauptung auf„dem Leiy- H eam ziger Wollconvente aufſtellten, dies überſehen, und ſich durch ſie von den Schein der Wolle im rohen, d. i, ungewaſchenen, Zu- ſen ſtande auf den Schafen täuſchen laſſen,
Aus dieſen Verſuchen und den daraus hervorgegan- genen Erfahrungen muß nun die Folgerung gezogen werden,


