Teil eines Werkes 
1: Uibersicht der europäischen veredelten Schafzucht. 1
Entstehung
Seite
208
Einzelbild herunterladen

0 HEL<->

5 A

iſwemu=

>= ie

BEE==

. 297, KOHEUZ EIE

N [) k . v j 4 ||( '|] I 3 p|] |] 1] EI

:.) ml

ui.

|

203

ob es auch rathſam und vkonomiſch vortheilhaft ſey, auf ſolchen Triften große Kapitalien zur Anſchaffung von edlen Merinoheerden zu verwenden? Denkende und rechnende Land- wirthe haben ſich die Frage vorgelegt, und gefunden, daß troß dem Nachtheile, in welchem ſie hierin gegen die Bez ſitzer von Höhentriften ſtehen, es dennoch ſehr reichlich lohne, edle Schäfereien auf Niederungen anzulegen, und daß, wenn ſie auch die höchſte Qualität zu erreichen faſt aufgeben müſſen, ſie dennoch bei der Haltung von edlen Schafen ihre Rechnung noch beſſer fanden, als bei allen übrigen Zweigen der Landwirthſchaft. Ein Anderes würde es freilich ſeyn, wenn, wie in England, das Fleiſch einen ſo hohen Preis hätte, daß die Wolle mehr zum Neben- und nicht, wie in Deutſchland, zum Hauptertrage gerechnet werden müßte, wo es dann bei ihnen mehr auf die Größe der Schafe, als auf die Feinheit der Wolle ankommen würde,

Eine Frage kommt aber hier von ſelbſt, nämlich: ob e3. auf ſolchen Triften nicht beſſer ſeyn würde, die gänzliche Stanfütterung bei den Schafen einzuführen? Man würde dabei vielleicht der allzugeilen Ernährung der Schafe, und ſomit dem allzuüppigen Wahsthum der Wolle eher vorbeus- gen. Dies zugegeben, ſo hat, wie oben angegeben, die Sommerſtallfütterung ihre nicht geringen Schwierigkeiten, und am Ende würde bej der Uippigkeit des Futters im Ganzen für die Wolle auch nicht viel dabei gewonnen. Es ſind, wie wohl von ſelbſt zu vermuthen iſt, dergleichen Verſuche gemacht, aber großentheils wieder aufgegeben worden. Zu erwarten ſieht übrigens, daß män in der Folge auch mit den langwolligen engliſchen Schafen Ver-