Teil eines Werkes 
1: Uibersicht der europäischen veredelten Schafzucht. 1
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den desfalls eingezogenen Erkundigungen, dies großen Schwie- rigkeiten unterworfen geweſen ſeyn würde; ſo wandte man ſim wieder nach Spanien.

Ehe man jedoch die Sache in38 Work richtete, wurden erſt Berathſchlagungen gehalten, wohin die neu anzuſchaf- fende Heerde gebracht werden ſollte. Nach mehreren De- batten ward Lohmen hierzu für am tauglichſten befunden. Ferner ſtellten einige das Bedenken auf, daß, wenn man die Veredlung der Schäfereien allzu ſtark betriebe, am Ende die grobe Wolle fehlen würde, und dies um ſo mehr, als die inländiſchen Manufacturen meiſtentheils nur ſolche ver- arbeiteten. Dazu kam noch, daß Preußen zu jener Zeit die Ausfuhr von Wolle aus ſeinen Staaten verboten hatte, und daß namentlich die Tuchmacher aus der Oberlauſiß da- durch ſehr ins Gedränge kamen, da ſie z. B. im Jahre 1764 von Breslau allein 16,000 Stein Wolle bezogen hatten. Da ſich jedoch ergab, daß Sachſen aus Medlen- burg und aus Niederſachſen ſeinen fehlenden Bedarf zu ſehr mäßigen Preiſen erhalten konnte, und da man ſich über- zeugte, es ſey beſſer fürs Land, wenn der Uiberſchuß von feiner Wolle theuer ins Ausland verkauft, und das Feh- lende an grober wohlfeil vom Auslande bezogen werde 3 da man ferner wohl einſah, daß die Tuchfabrikanten ſich leicht darauf einrichten würden, auch eine feinere Wolle zu ver- arbeiten, und dabei mehr zu verdienen: ſo ſtand der Aus- führung des Beſchluſſes zur Anſchaffung einer neuen Heerde ſpaniſcher Schafe nichts mehr im Wege.

Die Bewilligung zur Ausführung dieſes neuen Tran3- portes erlangte Sachſen vom ſpaniſchen Hofe durch den

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