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Anwendung der englischen Landwirthschaft auf die deutsche und Vergleichung beider mit einander nach des ... Leib-Arztes Thaers Einleitung in die englische Landwirthschaft / von Lüder Hermann Hans von Engel
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Die Verkoppelungenfind in Deutſchland ſchon über zweihundert Jahre bekannt und Holſtein hat ſolche

-mit Hecken durchgehends; nur ſind dieſe eine groſe

Laſt. für die Bewirthſchaftung, beſonders aber dem Ge» kraidebau höchſt nachtheilig, weil im Schatten der Hels ken das Getraide ſelten gut wird. Durch die Wurzel der Bäume, durch den Aufenthalt der Vögel auf die- ſen, der Mäuſe und des Ungeziefers unter den Wurzeln geſchiehet vnausſprechlicher Schaden: daher fklügere Wirthe zwar die Verkoppelung, in ſo ferne jeder Theil für'fich beſiehet, eingeführet haben, aber ihr Vieh durch Hirten hüten laſſen, wo es nicht den zehnten Theil von

jenen Schäden koſtet. Man giebt alfo wohl dem Eng«.

länder nichts nach, weil man auf alle Art ihm gleich wirthſchaftet: denn in Deutſchland hat man, ſo wie in England, angefangen, nach dem vorhandenen Erdreiche, Clima und auf die beſte Art ſein Gut zu benußen- Das hero findet man in Dreifelderwirthſchaften in Deutſch- land die ſchönſte Gartencultur und die reichlichſten Ernd- ten desgleichen Felder die immerwährend Korn oder Getraide tragen; ferner Wechſel oder Koppelwirthſchaf- ten, wo Gras mit Getraide abwechſelt und die fo vielen Gewinn abwerfen, als des Engländers Rüben- und Kleeerndten. Ja es giebt ſelbſt Gegenden, wo nicht das geringſie Getraide, ſondern lauter Gras von den Wirthen erbauet wird. Ich wüßte mir keine Art von Wirthſchaft zu gedenken, wovon man nicht in Deutſcha land groſe und vollkommne Muſter aufſtellen könnte. In

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