Einfluß der Düngungsmittel auf die Pflanzen. (30
E38 iſt am beſien, die Aſche gleich unterzupflügen z ſie muß flach untergebracht werden.
Am vortheilhafteſten hält man es, gebranntes Land mit üben, Kartoffeln, Kohl u. dal. zuerſt zu beſäen 3 ſonſt kann es auch in vielen Fällen gut ſeyn, zuerſt Getreide oder Oelge2 wächſe zu ſäen,
Die meiſten guten Landwirthe in den Niederlanden beſäen ihr gebranntes Land nur zwey Jahre und laſſen es dann mit Klee beſäet zu Graſe liegen. Hiernach giebt es mehrere Jahre eine mehr oder weniger Üppige Wieſe oder Weide, verſchlechtert ſich aber darauf und ſinkt in ſeinen vorigen Stand zurüF, wenn man es ſich ſelbſt überläßt. Sonſt kommt man auch der Natur mit Dünger zu Hülfe.
Daß dieſes Raſenbrennen ſehr verſchieden von dem in Liv- kand gewöhnlichen Küttisbrennen iſt, liegt wohl klar am Tagez ebenſo, daß es nicht ſoviel leiſten könne, als dieſes. Do< da das Küttisbrennen nur in holzreichen Gegenden anwendbar iſt, ſo wird dadurch das Raſenbrennen in'bolzarmen Gegenden nicht verdrängt werden. Doh fragt ſichs, ob es nicht Vortheil brinz gend ſeyn würde, wenn man ſuchte, daß der größere Theil des Raſens nicht wirklich verbrannt, ſondern nur geräuchert wird. Vielleicht wöre dieß möglich und gut ausführbar, wenn nur ein kleiner Tyeil des Raſens möglichſt gut ausgetro>knet und dieſer in Verbindung mit tro>nem Torf auf Haufen geſeht würde, die dann ſogleich mit dem übrigen, weniger ausgetro>neten Raſen zu bede>en wäre, damit dieſer von dem, aus dem Verbrennen des Torfes und des ganz trocknen Raſens kommenden Rauche, ſich fruchtbare Theile aneignen kann, und dabey erhivt wird.
Veber den Einfluß der Düngungsmittel auf die Pflanzen im Allgemeinen und auf die nähern Beſtandtheile der Getreidearten insbeſondere.
6. 140. So außerordentlich wichtig es für den denkenden Landwirth iſt, zu wiſſen: wie wirkt der Dünger und welchen Einfluß äußert er überhaupt auf die Vegetation und auf die einz zelnen Beſtandtheile der Pflanzen, ſo ſind wir doch leider hierin noch gar nicht weit gekommen. Wir wiſſen durch Erfahrung, durch angeſtellte Beobachtungen, dieſes und jenes Dünges mittel, dieſe und jene Subſtanz befördert das Wachsthum der Pflanzen, macht den Boden fruchtbarer; wir wiſſen ebenfalls aus Erfahrung, daß das eine Düngemittel, beſonders in dieſem oder jenem Boden, beſonders für dieſe oder jene Pflanze ſich wirkſam zeigtz aber wie und warum das ſo und nicht anders iſt, darüber haben wir noc< wenig Befriedigendes erfarhen, und die Meinungen ſind noch ſehr verſchieden. So behauptet Sauſſure, und nach ihm viele Andere: die Pflanzennahrung beſtehe nur aus Kohlenſäure und Waſſer, vielleicht auch aus et- was Stickſtoff, und die in der Pflanzenſubſtanz enthaltenen, oder aus ihr darſtellbaren Erden, Metalle u. ſ. w; werden nicht unz mittelbar aus dem Boden aufgenommen XN"„Andere. 3. D+ FIFI TS eee 8 5
+) Siehe d. Encyklopädie ſter Bd, S, 45% Vergleichende Phyſiologie« XII. 20
3 deR ei: nN IZT<KI AI WEISE»r OWMIZ IRE DENN 2.20,. 100 ERLE Et M 122 UE
85


