78 Die Lehre vom Dünger. 12, Abſchn,
(298) in etwas abgetrocknet, ſo werden Strauch und Scheite auf- dent gepflügten Boden in Reihen, einige Bunde aufeinander gelegtz hierauf bede>t man dieſe Neihen mit dem aufgepflügten„Boden, vder eigentlich mit den lo8gepflügten Raſenttücken, 10, daß auf der Seite, wo der Wind herkommt, einige wenige Strauchſpiten unbede&t bleiben, alles andere aber ſehr gut und dicht zugede>t iſt.=-An dem Ende, woher der Wind kommt, werden die Strauch» reihen mit Stroh, Spänen oder Sdhleußen(in Livland Pergel genannt) angezündet, damit der Wind das Feuer in die mit Erde und Raſen bedeckten Strauchreihen hineintreibe. Je dichter die Haufen gelegt ſind, deſto fruchtbarer ſoll der Küttis werdenz wenn hierzu nicht genug Strauch auf der Stelle, wo er unter». nommen wird, ſand, ſo wird oft noch Strauch anderwärts ber, vielleicht ous damit beſtanrenen Wieſen u. ſ. w., geholt. Auf Fahle Dreeſchländer wirds aller zum Küttis nöthiger Strauch aus xen Buſchländereyen, aus dem Wald geholt, hierzu die Aeſte von gefallren Bäumen genommen.' Das Feuer muß ſo unterhalten werden, daß zwar ſo viel als möglich) alles Holz verbrennt, aber nirgends durch den aufge= leg:en Raſen die helle Flamme durchbricht, der Raſen alſo nicht anz, und-der Strguch und die Scheite ohne vielen Luftzug allmahlich verbrennen. Es iſt mir verſichert worden,'daß es viel - guf den Mann, der das Feuer bey dem Küttis leitet, ankomme, op» der Boden mehr oder weniger fruchtbar dadurch würde, und daß man“darum nur eingoübte Leute dazu benuße, die mit vie- ler Sorgfalt und Aufmerkſamkeit das Ganze leiteten. Vom Holz und Strauch darf wenig oder nichts unverbrannt geblieben ſeyn, Sobald Strauch und Holz verbrannt ſind, werden die Aſche und die mürbe gewordenen Raſenſtücke mit hölzernen Schaufeln augeinander geſtreut.= Sollte ja noch etwas Holz unverbrannt feyn, ſo wird dieß von Neuem zuſammengelegt, mit den noc< pufgefundenen feſten Raſenſtü>en bede&t und angezündet; hintere her&benſalls die Aſche gusgeſtreut. Dann wird die Saat ein: gepflügt, der Boden beeggt und die etwa ſich nun noch aufge? fundenen groben und feſten Raſenſtücke auf Haufen gebracht. Beſſere Art 6.- 4366.44, 9exr Kirchſpielsrichter von Menſenkampf des Küttis- giebt in dem neueſten vkonomiſchen Repertorium für brennens- Lipland, cim 4ten Stü des 8ten Bandes 1822, eine be[-
ſere Methode, Küttis zu brennen, mit folgenden Wor?
ten an:
„„Es werden drey Bunde Strauch, welche eine Arſchine lang ſind, und im Durchmeſſer circa 15 Zolt zuſammengebunden, betragen, ſtehend im Dreye>& aneinander gelegt, ſo, daß ſie auf der Erde einen arößern Flächenraum einnehmen, als oben, und alſo. pyramidenförmig zu ſtehen kommen. Um dieſe Strauchpy- Lapide werden die bereits ausgepflügten Raſen dergeſtalt, auf- einander gelegt ,, daß dieſe Pyramide von denſelben bis obenzu gänzlich eingeſchloſſen wird. Zum Anzünden des Strauchs muß
zinten eine kietine Oeffnung geiaſſen werden, dabey aber während » des Brennens beſonders eine genaue Aufſicht. ſeyn, daß dieje- nigen Stellen,„die durc< das Feuer eine Oeſſyung betommen, gleich mit Raſen zugede>t werden, ſo, daß am Ende durch dieſe Procedur glie auf dem Feldſtü>e befindlichen Raſen verbrannt
werden.“
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