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Die Lehre vom Dünger oder gründliche Anleitung zur Production, richtigen Behandlung und zweckmäßigen Anwendung der verschiedenen Düngerarten auf den productiven Boden / von Friedrich Schmalz
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Mehrmalige 6. 131. Da, wo nuv wen ERTE aber eine große Fläche damit b zum Berie- es nöthig, daß daſſelhe ſehr

72 Die Lehre vom Dünger. 41. Abſchn.

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Ueber'die höl- 6. 130. In. mehrern Fällen kann es auch räthlich AED EZA ſeyn/ ſtatt der Hauptcanäle hölzerne Waſſerleitungen an-

beym Berie- zubringen. Es kann dieß 3. B. nothwendig oder doch

ſeln der vortheilhaft ſeyn, wenn der Boden ſebr durchlaſſend iſt, Wieſen. und ſich darum vieles Waſſer im Untergrunde verlieren würde; denn das Ausſchlagen der Canäle mit Thon oder Lehm würde in ſolchen Fällen wohl auv< angewendet werden kön- nen, aber koſtſpieliger und weniger dauerhaft ſeyn, als die hölzernen Ninnen. Dann können dieſe auch nöthig ſeyn, wenn das Waſſer über Vertiefungen wegzuführen iſt; zuweilen wird es wohl angehen, wenn das Waſſer um ſolc<e Vertiefun- gen herumgeleitet wird, oft wird dies aber gar nicht angehen, oder doch umſtändlicher und koſtſpieliger, als die Rinnen SCHI:-

Eine ſolche Waſſerleitung braucht in den meiſten Fällen nur aus ganz einfachen Rinnen, die aus kiefernen Pfoſten(Planken)

verfertigt ſind, zu beſtehen. In dieſen Rinnen ſind da, wo das Waſſer geſtauet worden, und in kloinen Gräben der Wieſe zu» geführt werden ſoll, Falze, Latten und Okbffnungen angebracht, wo willführlich mit paſſenden Schubbretern das Waſſer aufge? ſtauet und durch die Definungen aus ſen werden kann.

ig Waſſer zu Gebote ſteht, et

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väſſert werden ſoll, iſt geſpart und gut eingetheilt, 'tungen mehrere Male bes

ſeln. auh durch zwekmäßige V nubt wird. Zu dieſem Zwe> 1 dem es ſchon eine Fläche bewäſ nem Canale oder Naum eine Strecke for? eleitet, bis es ſeinem Gefälle gemäß an den- höheren Rand der Wieſe gebracht iſt, und von da aus von Neuem wieder zum Berieſeln benutt werden kann,= Da aber auch di genfläche bewäſſert werden ſoll, ſo kommt es wohl vor, daß ſich die Canäle. und Gräben durch: Freuzen, was natürlich mittelſt bölzerner Rinnen geſehen muß.

Nur wird, wie ſchon bemerkt' wurde, das Waſſer, was ſchon früher mehrere Male zum Bewäſſern gebraucht wurde, i rum hat die wiederholte Be-

nußung eines und deſſelben Waſſers ſeine Grenzen.|| Die Lettung 6. 132; Iſt die Vorrichtung zum Berieſeln einer

der Berieſe: Wieſe vollſtändig, ſo kann dieſs ſchon im Herbſt, bald

fung: nach deyGrummterndte, over auch erſt, wenn ſie abgewei-

det worden iſt, berieſelt werden. Zuerſt aber muß das, was etwa das weidende Vieh übel gemacht hat, gut gemacht werden.

Die große Schleuſe wird dann zugemacht, und ſo das Waſz: ſer bis zur rechten Höhe geſtauet; hiernach werden die zunächſt dieſer Schleuſe in den Canälen angebrachten kleinen Schleuſen ebenfalls entweder ganz, oder zum Theil verſchloſſen.= Iſt näm- lim nur wenig Waſſer da, ſo reicht es vieleicht nur ſo weit, daß eine kleine Fläche auf einmal damit bewäſſert werden.kann, und da muß die erſie kleine Schleuſe ganz verſchloſſen werden. Iſt aber vieles Waſſer zur Dispoſition da, ſo werden die erſten der klei: nen Schleuſen nur zum kleinen Theil ſo verſchloſſen- daß nur etwas Waſſer in den erſten kleinen Gräben berausläuft, das Uebrige aber in dem Canale fort, den andern Schleuſen zuläuft.

Im Herbſte kann die Wieſe lange und ſtark berieſelt werben, damit der Boden ſich recht vollſaugen, ſich feſtſeben und das