Die Lehte vom Dünger, 41. Abſchn.
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mehr oder minder koſtſpielige Aufbringung wit zu berückſichtigen, Hat man aber in dieſer Hinſicht freye Wahl, hat man mehreres in gleicher Nähe der Wieſe: ſo iſt für dieſe und ihren Boden das Yaſſendſte zu wählen. Hat ſie leichten ſandigen Boden: ſo wird es gut ſeyn, etwas aufzufahren, was mehr Thonerde und waſſerhaltende Kraft beſiht. Hat die Wieſe aber ſtrengen oder auch torfigen Boden: ſo wird Kalk und mehr ſandhaltige Erde paſſerid ſeyn 3 auch Erde aus der Miſtſtätte, aus den Ställen wird auf torfigem Boden gute Dienſte thun, und aum Wald- boden wird auf thonreichem Boden eine erwünſchte Wirkung bervorbringen. Soll Compoſt auf eine Wieſe gefahren werden, ſo muß dieſer, ſo viel als thunlich iſt, aus Theilen zuſammen- geſept werden, die gerade für den Wieſenboden und für die Lage der Wieſe am paſſendſten ſind,
Wie hoch die 6. 122. Wie hoch die Erde auf eine Wieſe gefahren Erde aufzu? weyden ſoll, dieß hängt davon ab, was man beſonders
fahren iſt Samit bezwe&en will, und auch von der Beſchaffenheit
deſſen ab, was aufgefahren werden ſoll.= Soll die alte Naſen» narbe ganz vertilgt, vielleicht an mehrern Stellen die Fläche zu? gleich erhöht werden: ſo kann die aufgefahrene Erde ziemlich - mehrere Zoll hoch liegen 3; dann muß aber die aufgefahrene Erde, wenigſtens die obenauf liegende Schicht, ſo viel Fruchtbarkeit haben, daß ſie im Stande iſt, nachhaltig einen guten Ertrag an Heu zu geben.
In den meiſten Fällen wird es aber gut ſeyn, die Erde nuy ſo h9oH aufzufahren, daß ſie, wenn ſie ſich völlig geſeßt hat, nur ein bis zwey 22911 boch zu liegen kommt.-- So werden nicht allein vie beſſern, no<g auf der Wieſe vorhandenen Gras» arfen durchwachſen, ſondern, was der Hauptgewinn iſt, das Moos wird unter dieſer Erde verweſen, und dann den beſſern Pflanzen zur Nabrung dienen, und ſo zu einem guten Ertrage bedeutend mitwirken. Würde man die Erde: höher auffahren, ſo würde das verfavlte Moos der künftigen Gragnarbe wenig oder gar nicht zu Gute kommen, da die Wurzeln der meiſten Gras2 arten ſo tief nicht gehen, und die beſſern, früher ſchon vorhans
denen Gräſer würden auch erſtiken und ganz- verloren gehen.
Nur wird das Zuwenig, beſonders wenn die aufgefahrene Erde nicht ſchr humusreich iſt, in vielen Fällen ganz ohne alle dder doch nur von ganz geringer Wirkung ſeyn, und die auſge? wandten Koſten und Kröfte nicht erſeßt werden.
Bey. Auffahren kann man leicht in der Höhe dar Erdlage getäuſcht werden: denn wenn die Erde nicht lo>er und hohl liegt, die Klöße no< nicht zerdrückt ſind, ſcheint es, als läge fie 3 und mehrere Zoll hoch, obwohl ſie, bat ſie ſich vollig ge- ſetzt, vielleicht nur einen halben Zoll boch liegt,
Das Ausfül- 6. 123. Soll mit der aufgefahrenen Erde zugleich die ten der tiefen Ipjeſe geebnet. werden, und ſind mitunter tiefe, ſumpfige
telle. Stollen vorhanden„wo hinein Über 5 Zol hoch Erde ge- bört, um es mit den Übrigen gleich zu machen, ſo tbut man wohl, in dergleichen Vertiefungert vorerſt: ſo viel ſchlechtere Erde zu' fähren, daß nur nod) ungefähr 3 Zoll boch fruchtbare pbeyauf nvibig iſt, um. es mit der übrigen Fläche gleich zu
wagen,


