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Die Lehre vom Dünger oder gründliche Anleitung zur Production, richtigen Behandlung und zweckmäßigen Anwendung der verschiedenen Düngerarten auf den productiven Boden / von Friedrich Schmalz
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Die Lehre vom Dünger, 40, Abſchn.

(350)| Seine Wirkung auf Klee iſt oft ſehr zu bewundern 3 wenn auf ziemlich kraftvollem A>er der ungegypſte Klee nur 8 Zoll war, wenn er in voller Blüthe ſtand, ein Sto>X tiur wenige blätterarme Stängel trieb und eine gelblich grüne Farbe hatte, ſo ſtand nebenbey auf demſelben Boden der gegypſte Klee mit einer Länge. von 23 bis 3 Fuß hoch, trieb Stauden von 12 blät: terreichen ſtarken Blüthen, und ſeine Farbe. war dunkelgrün, kurz er trug alle Kennzeichen der größten Ueppigkeit,*

Der Gyps erhöhte, z. B. in Ponitz, den Ertrag eines Klee- aFers um mehr als das Doppelte.

Erfahrungen 6. 103.- Noch habe ich folgende Bemerkungen über ſeiner Wirk- 975 Wirkung des Gypſes gemacht. y

ſamkeit,

Am auffallendſten zeigt er ſeine außerordentliche Wirkung bey troFner Witterung und da zeigt ſich der mit Gyps über- ſtreute Klee am meiſten und auffallendſten gegen nicht damit beſtreuten aus.

Wie ſehr der Gyps beſonders den Klee begünſtigt, iſt am ſichtbarſten auf Wieſen, die damit beſtreut wurden 3„denn da, wo vorber kaum eine Kleepflanze ſichtbar war, ſab.es nicht mehr wie Wieſe, ſondern wie auf einem ſchön beſtandenen Kleefelde aus.

Daß der Gyps nicht allein dem Klee, den Erbſen und an- dern Gewächſen durch ihre Blätter, ſondern wohl größtentheils durch ihre Wurzeln zu Gute kommt, beweiſt die Erfahrung, daß die Wirkung des Gypſes, wenn er im Frühjahr aufgeſtreut wurde, nicht allein auf den erſten Schnitt, ſondern auch auf den zweyten, und auf Wieſen auch ſogar in dem 2ten Jahre, nei einen ſehr üppigen Wuchs.des Klees und des Graſes ſicht-

ar war,

Der Gyps wirkt aber nicht allein unmittelbar auf den Klee, ſondern auch mittelbar auf die darauf folgende Frucht z denn der Weizen auf gegypſien Kleeac>er geſäet, brachte einen böhern Er- trag, als der im ungegypſten Kleeac>er erbaute, Wahrſcheinlich wird die Akerkrume von dem dicht und üppig ſtehenden Klee be- brütet und auch durch die abfallenden Blätter und üppigen Wurzeln um ſo mehr bereichert.|

Bekanntlich haben viele Landwirthe erfahren, daß der Klee, wenn ex zu oft auf ein und daſſelbe Stü> Aer wieder kommt, endlich ganz fehlſchlägt; im Altenburgſchen babe ich.g. oft bemerkt, daß Klee alle 3 Jahre auf ein und daſſelbe Stü wieder geſäet werden kann, und doch immer einen guten Ertrag giebt, wenn er nur jedesmal mit Gyps gedüngt wird,

Es ſcheint, als wäre es im Gyps hauptſächlich die Schwefel: ſäure, welche dieſe große Wirkung hervorbringt 3 indem au andere ſchwefelſäurehaltige Dinge, 3« B+ die ſchwefelſäurehal? tige Braunkohle, das Glauberſalz 1, ſc W-y eben ſol<he große Wirkung auf die Vegetation äußerte. N

Aug Obigem ſcheint. auch hervorzugehen, daß, da hauptſäch: lich der Gyps auf den Klee und die Schotengewächſe vortheil- haft wirkt, beſonders die Schwefelſäure dieſen Sewächſen gün- ſtig ſeyn mußz; und wahrſcheinlich iſt es auch, daß. der Klee deßhalb in der Regel ohne Gypsdüngung nicht mehr auf einem Acerſtü>, was unlängſt zuvor ſchon Klee gab/ gedeiht, weil er aus der AFerkrume etwas völlig herau8308- was dieſe durch