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Die Lehre vom Dünger oder gründliche Anleitung zur Production, richtigen Behandlung und zweckmäßigen Anwendung der verschiedenen Düngerarten auf den productiven Boden / von Friedrich Schmalz
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34 Die Lehre vom Dünger... 6, Abſchn.

(258) Berechnung 5. 61, Sicherer"und zwe&mäßiger verfährt man, den nach Futter Düngergewinn nach der Futtermenge und nach dem Streue und Streu. ſtroh zu berechnen, indem es durch Verſuche und durch

Erfahrungen im Großen bewieſen iſt, daß die Quantität des Dün- gers immer mit der Quantität und der Nahrhaftigkeit des Futters, verbunden.mit der Quantität des Streuſtrohs im Verhältniß ſtebt.

Zwar hat es deßhalb, weil dev Feuchtigkeitsgrad des Miſtes ſehr verſchieden ſeyn kann, einige Schwierigkeit, das Verhältniß des Miſies zu der Fütterung und Streu auszumitteln, und- es wird deßhalb keine Unterſchiede in den Reſultäten der angeſtell- ten Verſuche Statt finden; äber es kann überhaupt bey dieſem Gegenſtande keine gar zu große Genauigkeit im Großen Statt finden/ und es kommt auch wahrhaftig nicht darauf an, ob bey einer Quantität von ungefähr 1000 Fudern Miſt, 50 Fuder mebr oder weniger in der Wirklichkeit werden, als vorher durch eine Berechnung des Futters und der Streu- ausgemittelt wurde. Näher wird hier gewiß die-Wirklichkeit dem Reſultate dieſer Bes rechnung kommen, als dem Reſultate, was durch Berechnung nach der Stückzahl der Thiere hervorging.

Dlingergewinn 9. 62, Durch viele Verſuche hat man gefunden, daß aus tronen ſich die Maſſe der trocknen Fütterung und-der Einſtreuung Sutter, zuſammen im Miſte um 2:2 vermehre.

Hierbey wird aber vorausgeſetzt, daß Fütterungund Eins» ſtreuung im richtigen Verhältniß ſtehen, und gerade ſo viel eino geſtreuet wird; als nvthig iſt, um die Excremente aufzunebmen 3 aber auch nicht mehr, als von dieſen durchdrungen werden kann.

Dümngergewinn 6, 63. Man 40) gefunden, daß aus dem Abgänge aus nahrhaf- yon Thieren, welche nahrhaftes Futter, wenn auch in fem Futtern geringerer Menge, erhalten, eben ſo viel Miſd wird, als aus dem Abgange von ſolchen Thieren, die weniger nahrhaftes, wenn auch in größerer Menge, erhalten-z indem die Abgänge von nahrhaftem Futter mehr thieriſche, überhaupt mehr düngende Stoffe enthalten und gewöhnlich auch mehr Streu verlangen, als die von minder nahrhaftem Futter, welche größtentheils aus Träbern und Hülſen beſtehen. Thiere, welche neben ſehr nahrhaftem Futter auch noch Stroh vorgelegt bekommen, freſſen aus. dieſem nux das Veſſere heraus und das Uebrige kommt zur Streu, die alſo um ſo viel vermehrt wird, und daher, wenn ſie auch nür eben ſv viel Streuſtroh zugetheilt erhielten, als bey ſchlechterem Futter, doch im erſten Fall mehr Streu bekommen. Darum iſt bey dieſer Düns gerberechnung mehr die Nahrhaftigkeit ,- als das trockne Gewicht des Futters zu berückſichtigen. s Düngergewinn 9. 64. Nur wenn neben der Hauptfütterung auch aus gemiſch?/ ſaftiges Futter, oder gar ein Getränk, was neben ſeinex tem Futter: Jahrhafrnigkeit auch für die Thiere einen großen Wohl- geſchmac> beſibt, ſcheint die Miſtgewinnung nicht mehr in dem: ſelben Verhältniß zur Nahrhaftigkeit und Milchergiebigkeit der gereichten Fütterung zu ſtehen.: 4

Mehr als wahrſcheinlich iſt es, daß ſaftige, flüſſige Fütterung, 3. B. Branntweinſpülig, neben Heu gegeben, eine größere Nahr= haftigkeit und Milchergiebigkeit äußert, als ſie an und für ſich Hat, indem ſie zur beſſern Auflöſung, Verdauung und Aſſimilas tion der im Heu befindlichen, abex zum Theil verhärteten Nah- rungstheile ſehr viel beyträgt. v