Die Lehre vom Dünger. 4. Abſchn. (252) 4
da iſt eine zu ſorgfältige Vertheilung deſſelben beym Ausſtreuen nicht gar zu nöthig, und es kann, ſogar, wenn, der Miſt in ei- nem wenig verfaulten Zuſtande nicht gar zu di> untergepflügt wird, vortheilhaft ſeyn, ihn nicht zu ſehr beym Streuen zu ver» theilen, damit er in größern Partikeln um ſo beſſer faulen kann, doch muß dieß ſeine Grenze baben, weil ſonſt Pflug, Haken und Egge keine vollſtändige Vertheilung bewirken können,
„Muß das Miſtſtreuen von Frauenzimmern geſchehen, und iſt der Miſt etwas feſt geworden, ſo thut man wohl, einen ver- ſtändigen Mann hinter mehrern Frauensperſonen hergehen zu laſſen, welcher die etwa ganz gebliebenen Klumpen noch beſſer vertheilt, und von dieſem fordert man eine vollſtändige Streue«,
Unterpflügen 9. 42. Das Unterpflügen des Miſtes muß auch mit
des Miſtes. einiger Aufmerkſamkeit geſchehen, damit er.in eine zwedz mäßige Tiefe kommt, nicht vom Aerinſtrument zu ſehr zuſam mengeſchoben, und gehörig mit Erde bede&>t"wird.
Fortſekung« 6. 43. Jſt der Miſt etwas lang„ ſtrohig, ſo iſt es immer gut, wenn hinter jedem Pfluge eine Perſon mit einey Forke(Gabel) oder Rechen(Harke) hergeht, welche den Miſt in die offne Furche einlegt z es iſt hierbey beſonders darauf zu ſes hen, daß nicht mehr Miſt jedes Mal in die Fucche gezogen wird; als gerade da liegt, ſo breit vie künftige Furche gepflügt wird, damit es nicht ſpäterhin daran fehle, und die lezten Furchen eines jeden Beetes nicht zu wenig Miſt erhalten,
Tiefe des Un? 6. 44. In den meiſten Fällen iſt es Regel, den Miſt terpflügens- nicht zu tief unterzupflügen, damit er, wenn der bemi- ſtete AXex noch vor der Saat mehrere Male gepflügt werden ſoll, um ſo beſſer mit der A>erkrume vermengt, und damit er auch von den Wuxzeln der Gewächſe erreicht werden kann. Je ſchwä« <er die Düngung iſt, deſio weniger iſt das tiefe Unterbringew derſelben räthlich. Breitliegen 6. 45. Nach verſchiedenen Verſuchen und gemachten des Miſtes« Erfahrungen ſchadet es nicht allein dem Miſte nichts, wenn er einige Zeit ausgebreitet und untergepflügt auf dem Aer liegt, ſondern es iſt von Mehrern ſogar bemerkt worden, daß er dadurch gewinnt und beſſere Früchte hervor bringt.
Bu welchen 6. 46. Am gewöhnlichſten iſt es» beſonders bey der Früchten er zu alten Dreyfelderwirthſchaft, den Miſt unmittelbar zu dem verwenden. 1 Wintergetreide zu verwenden, weil dieß mehr Kräfte, als „B. Gerſte und Hafer braucht, auch zu dieſen Früchten. der diſche Miſt den AFer zu ſehr lo>ert und oft auch ausdvrrtz aber bey der Fruchtwechſelwirthſchaft und bey der verbeſſerten D-ey» felderwirtbſchaft u. ſ. w. wird der größte Theil des Miſtes zu den Vorfrüchten gefahren, theils um die Zeit beſſer zu benutzen, theils den Umſaß des Miſtes zu beſchleunigen und theils auch, weil man gefunden, daß in gewiſſen Fällen die Winterfrüchte einen höheren Körnerertrag geben, wenn ſie nicht im friſchen Dünger gebaut werden. un und 6. 47. Sehr verſchieden verfährt man hinſichtlich der wie 28-AUKEN Vermengung des Miſtes mit der AFerkrume 3 bäuſig zubringen. wird er, wenn er unmittelbar für Wintergetreide bes
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