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Die Lehre vom Dünger oder gründliche Anleitung zur Production, richtigen Behandlung und zweckmäßigen Anwendung der verschiedenen Düngerarten auf den productiven Boden / von Friedrich Schmalz
Entstehung
Seite
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Die Lehre vom Dünger.

Vierter Abſchnitt. Vom Ausſtreuen und Unterpflügen des Miſtes,

In den kleinen Haufen, von denen im vorigen Abſchnitte geredet wurde, darf der Miſt nicht lange auf dem Ader liegen, denn erſtens wird ſeine Gährung ungleichmäßig, indem der in der Mitte liegende fortgeht, während der nach außen darin unterbrochen wurde, und dann wäſſert er, wenn Regen eintritt, zu ſehr aus, und die ausgeſpülten Düngtheile bleiben auf der Haufenſtätte, wo ſich in den Früchten darn gewöhnlich Geilſtel- len zeigen.

Kann ja der Miſt nicht ſogleich ausgeſtreut wer- Vorſicht beym den, ſo muß man, beſonders wenn die Haufen ſchon Ausnreuen« beregnet wurden, dafür ſorgen, daß derſelbe von den Haufen-

ſtätten ganz rein wegkommt, indem da doch düngende Theile genug bleiben werden.

9. 41. Je dünner der Dünger aufgefahren wird, Vertheilung und wenn er mit. der lezten Furche vor der Saat unter: des Miſtes. gebracht werden ſoll, deſto mehr iſt es nöthig, ſtrenge Aufſicht Über das Streuen des Miſtes zu führen, damit er möglichſt gleichmäßig und nicht in zu großen Klumpen vertheilt wird.

- Wird der Miſt raſch binter dem Wagen her geſtreut, was ich in mehr als einer Hinſicht'für ſehr vortheilhaft halte, ſo ſtreut ſich derſelbe viel leichter und beſſer, als wenn er lange im Haufen lag, wo er dann gewöhnlich in feſte Klumpen zu2 ſammengetrocknet iſt, die ſich nicht leicht zerreißen laſſen.

. Wird der bemiſtete Aer noch mehrere Male, vielleicht auch die Quere, vor-der Saat gepflügt und dazwiſchen auch geeggt, alſo" dadurch auch eine beſſere Vertheilung des Miſtes bewirkt,