Vom Ausſtireuen und Unterpflügen des Diſe 27
ſtimmt iſt, mit der Pflugfurche untergebracht, die der Saatfur» <he vorher geht, damit er mit dieſer wieder vbenauf und ſo beſſer der Ftucht zu Gute. kommt. Kann nur eine ſchwache Düngung gegeben werden, ſo iſt dieß Verfahren ſehr anzura- then, weil dieſe ſo der Hauptfrucht beſonders zu Gute kommt z nur darf in dieſem Falle der Miſt um ſo weniger tief untergez pflügt werden, damit dann bey der tiefern Saatfurche der Miſt noch mit Erde bede&t wird.
6. 43. Es wird aber auch der Miſt ſchon unterge» Fortſezung« bracht, wenn noch der Aer mehrere Male bearbeitet werden ſoll, bevor er beſäet wird, damit er möglichſt gut mit der A>er- Frume vermengt wird. Dieß Verfahren iſt nur. dann räthlich, wenn entweder der Aer noch viel alte Kraft beſiht, oder ziem2 lich ſtark bemiſtet werden kann, oder beides zuſammen Stätt findet, indem ſonſt eine ſchwache Düngung in kraftloſem Boden zu ſehr in der AFerkrume und um ſo mehr vertheilt wird, je tiefer die letztere iſt.
6. 49. Selten wird der Miſt zum Wintergetreide unterbringen erſt mit der Saatfurche untergebracht, weil man fürch- mit der Saatz tet, daß man das, Mißrathen der Saat dadurch herbey fr zieht» Ich thue dieß in der Regel alle Jahre mit einem Theil DO Acers, und habe nur Vortheil, nie Nachtheil davon gehabt.
- Bey eingeführter Sommerſtallfütterung wird bis zur Zeit, in welcher zur Saat gepflügt wird, eine Menge Miſt gewonnen, der am beſten benutzt und am ſchnellſten in Umſatz geſeßbt wird, wenn er noch mit der Saatfurche für Wintergetreide unterge= bracht wird; ich kann es nicht gut ſehen, wenn kurz nach voll» brachter Winterſaat vieler Miſt auf dem Hofe oder in den Stäl- len liegt. Roggen und Weizen gerieth auf dieſe Weiſe vorzüg= lich gut; beſonders bauete ich in Zangenberg und Ponitz den ſchönſten Weizen, wenn ich die mit Miſt überfahrne Kleeſtoppel einführig beſtellte; der Miſt wirkte hier beſonders mit als Fer ment und beförderte das Faulen der Kleeſtöcke, I< habe weder Geilſtellen bemerkt, no<h hat ſolcher A>er von den Mäuſen vder ſonſt auf irgend eine Art gelitten.
„Nur muß ſchlechterdings der mit der Saatfurche unterge- eue Miſt, hinter dem Pfluge her, mit dem Rechen oder der
iſtgabel in die offne Furche mit Aufmerkſamkeit eingelegt und vertheilt werden, und gut iſt es, wenn' der ſo gepflügte Aker noch einige Zeit liegen bleibt, ehe er beſäet wird, damit die Krume ſich zuvor etwas ſeßt.
- 9. 50. Zu den Futtergewächſen, welche als Vor» Ntgige Rü» früchte vor dem Wintergetreide gebaut werden, wird ſicht dabey auf der Miſt oft mit der Saatfurche, oft aber auch früher I untergepflügt. Hierbey wird wohl Rückſicht auf die Gewächſe ſelbſt, wie es für ſie am vortheilhafteſten iſt, aber auch ſehx mit auf die Eintheilung der Zeit und Arbeit genommen,


