2. Abſc<huy. Von der Behandlung des Miſtes.
; 264) anderes Stü> Aer giebt, welches ebenfalls mit Wintergetreide beſtellt werden ſoll. Auf dieſe Weiſe kann man mit einem klei: nen Anfang ſehr bald zu einer großen Menge Dünger kommen, der um ſo kräftiger iſt, je reichlicher und kräftiger die Fütterung der Thiere iſt. Denn nicht von einer großen Menge nothdürftig ernährter Thiere, wird viel und kräftiger Miſt gewonnen, ſon- dern nur von ſtets kräftig genährten; und es iſt in der Regel in mkhrerley Hinſicht vortheilhaft, eine gegebene Menge Futter in eine kleinere Anzahl Thiere ſo zu füttern, daß ſie mehr bekom- men, als zu ihrer bloßen Lebensunterhaltung unumgänglich noth= wendig iſt. och iſt es auch nicht räthlich, zu ſtark zu füttern, und die Arbeits- und Nußtthiere immer in einem gemäſteten Zu- ſtande zu exhalten, indem dieß wohl einen kräftigen Dünger giebt, aber in anderer Hinſicht unvortheilhaft, ja wohl gar in mancher» er FEN ſchädlich iſt, was näher zu erörtern nicht hieher gehört.
Miſtſtätte.
6. 23. Es8 iſt, wenn die Ställe oft ausgemiſte? werdet ſol- len, nöthig, daß die Miſtſtätte ſo nahe als möglich an dew Ställen angebracht und ſo das Augsmiſten erleichtert wird.
Die Miſtſtätte muß etwas vertieft werden, damit die nöthige Feuchtigkeit nicht weglaufen kann; und gut iſt es, wenn der Grund aus Lehm beſteht, und wo das nicht von Natur der Fall iſt, mit Lehm mindeſtens einen Fuß hoc befahren und dieſer feſtgeſchlagen wird, damit auch nicht die Feuchtigkeit zu ſehr in den Boden ziehen, kann.
Wenn nicht die Jauche für ſich benußt werden ſoll, iſt es räthlich, ſie in Ninnen auf die Miſtſtätte zu leiten, damit ſie ſich in den Miſt zieht und dieſen verbeſſern hilft. Wenn ſaftige bg ag Z. B. grüner Klee, den Thieren gereicht wird, uriniren ie ſehr viel, und zum Abzug der Jauche müſſen in Ställen, die oft ausgemiſtet werden, gute Vorkehrungen getroffen ſeyn, wenn nicht große Unreinlichkeit Statt finden ſoll.
So viel als möglich muß das Waſſer, was ſich im Hofe und von den Dächern beym Regen oder Thauwetter ſammelt, von der Miſtſtätte abgehalten werden. Ueberhaupt darf der Mi nicht zu naß liegen, weil er ſonſt gar nicht fault, ſondern röſtet und ausgewaſchen wird, beym Ausfahren deſſelben zu viel düns gende Theile zurückbleiben, und dieß Waſſer mit auszufahren, viel Arbeit, wofür wenig Erſatz zu erwarten iſt, koſten würde.
Es iſt gewiß Unrecht, den Miſt, wie es häufig im fächſi» ſchen Erzgebirge geſchieht, auf hohe Haufen im Hofe aufzue ſchichten, und mit einer gewiſſen Eleganz in der Form dieſer Haufen den Hof auszuputen, indem in ſolchen Haufen der Miſt afle Feuchtigkeit, theils durchs Durchſintern, theils durchs Aus tronen verliert, und er daher verbrennt und verweſet, und nichs in die erwünſchte Gährung eingehen kann,
Fortſetzung.
9. 24. Wo mit dem Rindvieh die Sommerſtallfütterung einz geführt iſt, da iſt es räthlich die Miſtſtätte zu umzäunen und darauf das Vieh den größten Theil des Tages:umhergehen, und nur, ſo lange es frißt, im Stalle zu laſſenz dieß dient nicht al-
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